Abraham Kuyper (1832 – 1920)

Ewige Seligkeit ist etwas so unbeschreiblich Herrliches und ewiges Verderben etwas so unaussprechlich Schreckliches, dass ein Prediger, der wirklich glaubt, dass er ein berufener Diener am Wort ist, die Menschen bei ihrer Wahl zu leiten, jeden Sonntag auch in seiner Einfalt beredet sein wird.

Ein rechet Prediger fragt nach Vollendung seines Dienstes jedesmal: Habe ich auch jemanden weggeleitet von den Pfaden des ewigen Todes?

Verächtlich ist uns der Prediger, der im Dienst des Wortes sich selbst sucht und nach der Predigt sich nicht fragt, ab er die Seelen zu Gott erhoben, getröstet und gesegnet hat, sondern zu erfahren wünscht, ob seine Predigt auch schön war, gefallen und seinen Ruf als Prediger verkündigt hat. Wer als Prediger nicht die Ehre Gottes sucht, ist eine unheilige Gestalt auf der Kanzel.

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