C. H. Spurgeon (1834-92)

Es ist segensreich, sich in die tiefe Seele der Bibel hineinzufressen, bis man
schließlich in biblischer Sprache spricht und der Geist mit den Worten des Herrn
gewürzt ist, sodass unser Blut Biblin ist und das ganze Wesen der Bibel aus
uns herausfließt.

Wer seine Bibel liest, um Fehler darin zu finden, wird bald gewahren, dass die Bibel Fehler bei ihm findet.

Wenn der Herr Jesus andere reich zu machen suchte, arbeitete er in den Schächten der Heiligen Schrift.

Ein einziger Tropfen der unverdünnten Tinktur des Wortes Gottes ist besser als ein See von Erklärungen und Predigten.

Ich sähe gern alle Bücher, die je geschrieben wurden, gute und schlechte, Gebetbücher und Predigten und Gesangbücher und was noch für welche, zu einem ungeheuren Stoß aufgetürmt und qualmen wie Sodom vor alters, wenn das Lesen dieser Bücher euch vom Bibellesen abhält.

God’s word divides the whole human race into two portions. There is the seed of the serpent, and the seed of the woman—the children of God, and the children of the devil—those who are by nature still what they always were, and those who have been begotten again unto a lively hope by the Resurrection of Jesus Christ from the dead.

 

Das Wort Gottes ist wie ein Löwe:

Einen Löwen brauchst du nicht zu verteidigen! Du musst ihn nur freilassen, dann wird er sich selbst verteidigen:

Das Wort Gottes kann gut für sich selbst sorgen – und es wird es auch tun, wenn wir es verkünigen anstatt es zu verteidigen!

Schau doch den Löwen an! Sie haben ihn zu seinem eigenen Schutz in einen Käfig eingesperrt, hinter Gittern gesetzt um ihn vor seinen Feinden zu bewahren.

Schau doch den Haufen Bewaffneter, die sich um den Löwen geschart haben um ihn zu verteidigen. Welchen Lärm sie mit ihren Schwertern und Spießen machen. Sie wollen wirklich den Löwen verteidigen!

Oh ihr Dummköpfe! Öffnet doch einfach den Käfig! Lasst doch den König der Wüste ins Freie herauskommen!

Wer wird es dann noch wagen, sich ihm in den Weg zu stellen? Was will er dann noch mit eurer bevormundenden Sorge?

Lasst doch einfach das reine Evangelium in all seiner löwengleichen Majestät heraus, dann wird es sich schnell seinen eigenen Weg bahnen und sich seiner Gegner entledigen!

Lernen Sie Ihre Bibel so gut kennen, dass Sie im Stande sind, ihren innern Sinn in ein paar kurzen Worten zu geben, so dass die Leute verstehen können, was sie lesen.

 

Lassen Sie das Studium der Bibel Ihr Hauptstudium sein.

Wir sollen die Bibel nicht wie einen Plumpudding behandeln, aus dem wir hie und da eine Rosine heraussuchen, um unsere Geschicklichkeit zu zeigen, sondern wir sollen in den Sinn jedes ihrer Bücher eindringen und den Geist des Ganzen erfassen. Wie selten wird dies getan! Aber wie wichtig ist es!

Wenn wir die Kanzel betreten, sollten wir voll von Biblin (Bibel-Essenz) sein und den Hörern den Kern der geoffenbarten Wahrheit bringen. Wenn man einen Schwamm voll Wasser hat, so lässt er eine nasse Stelle zurück, wo man ihn auch hinlegt; er träufelt, wo man ihn auch hält. Möchten Sie so voll von der Bibel sein, dass Sie, wohin Sie auch gehen, Spuren von ihr zurücklassen. Sie können nicht zu viel von der teuren Wahrheit, die Gott in der Schrift geoffenbart hat, in sich aufnehmen und auch nicht zu viel davon andern mitteilen: in dem Maße, wie Sie dieselbe aufnehmen, werden Sie sie andern geben.   [aus: Spurgeon unter seinen Studenten, Oncken, S.15]

 

Die Einsamkeit dessen, der das Wort Gottes liebt

„Der Mann, der Gottes Gesetz liebt, ist nicht getroffen, wenn er alleine steht. Für einige Personen ist es unmöglich, einen einsamen Weg zu gehen, aber derjenige der wirklich Gottes Gesetz liebt, hat sich entschieden, dass er dem Herrn und seiner Wahrheit anhängen wird, wenn alle Menschen ihn verlassen.

Kannst du alleine stehen? Kränkt dich Einsamkeit?

Was mich angeht, ich bin entschieden durch Gottes Gnade, nicht der Menge zu folgen, die Böses tut. Ich werde mich an den alten Glauben und den alten Weg halten, selbst wenn ich keinen Begleiter zwischen hier und den himmlischen Toren finde.“

(The Lover of God’s Law filled with Peace. Predigt im Metropolitan Tabernacle, 22. Januar 1888.)