Mensch & Tier – Anfänge & Unterschiede

Auf welchem Weg geht unsere Gesellschaft? (14)

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Helmut Mehringer

„Und Gott schuf den Menschen in seinem Ebenbild… männlich und weiblich schuf er sie.“ (Genesis 1:26-27)

Anknüpfend an den jüngsten Gedanken hinsichtlich Mensch, Gesellschaft und deren Wege will ich heute endlich einen Blick auf den Beginn des vielfältigen Lebens im Universum werfen – und auf wesentliche Unterschiede, die wir darin entdecken können. Diese werden heute leider allzu oft ignoriert. Auf der Grundlage des biblisch – christlichen Weltbildes und Glaubens sind gerade diese trennenden Unterschiede aber so wesentlich.

a) Rückblick

Kann es sein, dass deren Leugnung oder Ablehnung mit ein Grund sind für so manche – oder für viele – der Probleme und Schwierigkeiten unserer Zeit sind?

Neutral, offen und unvoreingenommen versuchten wir jüngst, zunächst die „nackten“, naturwissenschaftlichen Fakten auf der Grundlage der zwei grundlegenden (radikalen) Weltanschauungsmodelle zu interpretieren – um dann dem Weg zu folgen, wohin immer die Fakten uns führen. „Es gibt einen Gott“ war die eine Schublade, „Es gibt keinen Gott“ die andere. Dass beide Grundmodelle ein gewisses Maß an Glauben fordern, hatten wir bereits bei einem früheren „Gedankenschnipsel“ festgestellt.

Wirklich offen, neutral und unvoreingenommen gehen wir an alle „nackten“ Fakten aber nur dann heran, wenn wir sie in beide Richtungen hin ergebnisoffen untersuchen und interpretieren: „Es könnte einen Gott geben – oder auch nicht.“

Mit so manchem der Wissenschaftler unterschiedlicher Weltanschauung (nicht nur Christen wie Werner Gitt, Francis Schaeffer, Reinhard Junker, Lee Strobel, Alexander vom Stein, u.a.) gehe ich daher bei der Interpretation der blanken naturwissenschaftlichen Fakten, Gesetze und Konstanten davon aus, dass die Weltanschauung „Es gibt einen Gott“ diejenige ist, zu der uns die Fakten führen, egal ob ich Atheist oder Theist bin. Es muss einen Gott geben, der alles Seiende im zeit- und raumlosen Nichts erschaffen hat und es seither souverän erhält. Die Werke der o.a. Autoren sind diesbezüglich als anregende Einstiegsliteratur geeignet.

Der Bericht des Anfangsgeschehens, den wir in der Bibel haben, erscheint insoweit am besten mit den naturwissenschaftlichen Fakten und Grundsätzen vereinbar zu sein.

Nachfolgend soll daher zunächst nur ein Blick auf die biblische Berichterstattung des Ursprungs von Tieren und Menschen geworfen werden – und auf grundlegende Unterschiede.

b) Tier & Mensch – ganz unterschiedlicher Ursprung & Bestimmung

Der Mensch („Homo Sapiens“) wird in der heutigen Gesellschaft immer öfters und immer selbstverständlicher als bloßes „Säugetier“ (aus der Ordnung der Primaten und der Familie der Menschenaffen) bezeichnet und betrachtet.

(Die praktischen Auswirkungen, die diese Einschätzung für Mensch und Gesellschaft inzwischen mit sich bringt, wollen wir ein andermal durchdenken).

Die Frage, die wir heute andenken wollen, ist: Wird diese Hypothese auch durch Aussagen des Schöpfungsbericht der Bibel gedeckt?

Im ersten (chronologischen) Entstehungs- bzw. Schöpfungsbericht der Bibel wird nach Zeit, Raum, Materie und Erde zunächst die Pflanzenwelt und das geregelte Sonnensystem geschaffen (1Mose 1:1-19). Danach wurden Wassertiere und Lufttiere (Vögel) sowie alle Arten von Landtieren geschaffen (1Mose 1:20-25).

Die Art und Weise wie Gott dem Bericht entsprechend diese Dinge einschließlich der vielen Arten der Pflanzenwelt und der Tierwelt machte, ist immer grob identisch:

1.) „Gott spricht…“ (befehlsmäßig, gebietend)

2.) „Und es wurde so…“ (bzw. „Gott machte…“)

3.) „Und Gott sah, dass es gut war…“

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Beim Menschen war es grundlegend anders! (1Mose 1:26-28):

1.) „Gott sprach: Lasst uns Menschen machen in unserem Bild, nach unserem Ebenbild;

Gott“ (hebr.: Elohim) heißt wörtlich „Götter“ (Plural), was ein erster Hinweis auf die Dreieinheit des einen Gottes namens „JaHWeH“ sein dürfte, zumal die folgenden Formen der Verben (machen, schuf… etc.) Singularform aufweisen.

Die Personen des einen Gottes beschließen hier gemeinsam, den Menschen zu schaffen
(Hinsichtlich Pflanzen und Tieren gab es einen derartigen gemeinsamen Beschluss nicht!
Dort gab es nur ein gebietendes sprechen Gottes…)

2.) „Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild, im Bild Gottes schuf er ihn…“

Einzigartig: Der Mensch ist auch das einzige Wesen, das im Abbild/als Ebenbild Gottes geschaffen wurde. Keines der Tiere wurde als Ebenbild des Schöpfergottes geschaffen.

3.) „…Mann und Frau schuf er [Elohim] sie.

Der Mensch wurde (biologisch) männlich und (biologisch) weiblich vom Schöpfer-Gott gewollt, geplant und geschaffen. Keiner von ihnen hatte eine eigene Wahl. Der Schöpfer-Gott allein bestimmte nach seinem Plan und Willen und führte es so zum Guten aus.

Bei keinem der Tiere wurde diese Zweigeschlechtlichkeit besonders erwähnt.

Als Mann und Frau werden sie zusammen als „Mensch“ und (NUR) als solcher das Abbild Gottes darstellen. Folgen oder Gründe dieser souveränen Festlegung Gottes und deren spezieller Erwähnung werden wir später einmal noch näher betrachten.

4.) „…Und Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde…

Wie auch die Tierwelt (1:22), so sollen auch die Menschen sich vermehren und die Erde füllen. Eine Weigerung oder Zuwiderhandlung der Menschen gegen dieses Gebot Gottes hatte bereits einige Generationen nach Schöpfung des ersten Menschenpaares deutliche Erziehungsmaßnahmen Gottes zur Folge, wie wir später einmal noch betrachten werden.

5.) „…und macht sie euch untertan; und herrscht über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf der Erde regen!

(…und sie sollen herrschen über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das sich auf der Erde regt! (1:26)

Der Unterschied zwischen Tierwelt und Menschen wird auch durch diese Aufgaben- und Autoritätszuweisung klar bestimmt.

6.) „…und Gott sah, dass es GUT war…

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Weitere Gedanken der Serie „Auf welchem Weg geht unsere Gesellschaft?“ -> HIER

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— Fortsetzung folgt —

Über Jesaja 66:2

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