Vorübergehend geschlossen? (2.Teil und Ende)

Pixabay License


Ein aktuelles aber auch heikles Thema im gegenwärtigen, teilweise schon als „neue Normalität“ bezeichneten Corona-Ausnahmezustand ist die Einschränkung des Gemeindelebens. Da gibt es viele unterschiedliche und leider nicht selten zu Konflikten führende Haltungen.

Friedemann Wunderlich, Missionsleiter der MSOE (Mission für Süd-Ost-Europa) hatte unlängst dieses Thema mit Blick auf die bisherige Missionsarbeit der MSOE, ebenso aber mit Blick auf Auftrag und Verantwortung der Gläubigen und der Gemeinde Jesu Christi betrachtet.  Heute bringen wir die Fortsetzung und den Abschluss seiner gestern begonnenen Ausführungen, die uns helfen können, mit unseren eigenen Gedanken dazu vor den Herrn zu kommen.

Helmut Mehringer


[Fortsetzung des ersten Teiles – siehe HIER]

„Diese gegenwärtige Zeit ist nur ein Testlauf für andere Zeiten, die auf uns zukommen werden.“

Friedemann Wunderlich*

3. „Vorübergehend geschlossen“ – und das Schweigen der Christen

Wie beurteilt unser Herr unser gegenwärtiges Verhalten?

Zu Beginn der Krise dachten wir, dass diese nach einigen Wochen vorbei ist. Nach etlichen Monaten starker Einschränkungen bemerken wir, dass wir uns als Christen gut daran gewöhnen können.

Das reduzierte Gemeindeleben ist für viele entspannend. Manche genießen die vielfältigen digitalen Angebote. Ja, es gibt viele gute und neue Möglichkeiten zur Verkündigung des Evangeliums und viele unserer Mitarbeiter nutzen sie. Aber das alles kann uns nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Gemeinde Jesu auf persönliche Gemeinschaft ausgerichtet ist.

Die Betonung des regelmäßigen Zusammenkommens wird von Gott, dem HERRN, hervorgehoben (Apg 2,42, 1. Kor 11; Heb 10,25 u.a.). Die digitalen Möglichkeiten können die Verkündigung des Evangeliums in der persönlichen Begegnung nicht ersetzen.

Mich macht es nach vielen Gesprächen im In- und Ausland nachdenklich, dass die Leidenschaft für Evangelisation und Weltmission vielfach kaum noch zu sehen ist. Bewegt uns Christen die Not der Welt und die Verlorenheit von Millionen in der Welt (2. Kor 5,14.15.20)? Noch ist Gnadenzeit!

Diese gegenwärtige Zeit ist nur ein Testlauf für andere Zeiten, die auf uns zukommen werden.

Brennt unser Herz für Gottes Liebe und Erbarmen, für sein Wort und unseren Zeugendienst in dieser Welt (Jeremia 20,9)? Lasst uns das SchildVorübergehend geschlossen“ aus unseren Köpfen und Herzen nehmen und unseren HERRN um sein Erbarmen bitten! Lasst uns so leben, dass auch über unsere Generation Christen gesagt werden kann: „Und sie riefen die Apostel herbei und gaben ihnen Schläge und verboten ihnen, in dem Namen Jesu zu reden, und entließen sie. Sie nun gingen voll Freude hinweg, weil sie gewürdigt worden waren, Schmach zu leiden um seines Namens willen; und sie hörten nicht auf, jeden Tag im Tempel und in den Häusern zu lehren und das Evangelium von Jesus, dem Christus, zu verkündigen.“(aus Apg 5,40-42).

——-o——-


©  Friedemann Wunderlich, Mission für Süd-Ost-Europa (MSOE) e.V

Erstmals veröffentlicht im Newsletter „Gottes Wort den Völkern“ Juli-August 2020

Über Jesaja 66:2

Kelompok Kristen Berbahasa Jerman di Indonesia dan di tempat-tempat yang lain
Dieser Beitrag wurde unter Aktuelles, Christliche Gegenkultur & Relevanz, Christsein & Verfolgung, Die Verkündigung (Predigt) & Der Verkündiger, Evangelium Jesu Christi, Gemeinde Jesu, Mission, Evangelium, Gemeinde abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.