DER Weg in Gottes Vaterhaus (Teil 3)

Helmut Mehringer

Was sagt der Herr Jesus in Johannes 14:6 eigentlich? (Vers 6c)

(Zweite Fortsetzung des ersten Teiles: Relevanz oder Kultur?


Jesus spricht: „Ich bin DER Weg und DIE Wahrheit und DAS Leben. NIEMAND kommt zum Vater als NUR durch mich.“ (Joh 14:6)


Wie schon in den vorhergehenden zwei Teilen erwähnt geht es in dieser lockeren Artikelreihe darum, zu untersuchen, was die Bibel unter Berücksichtigung ihrer Gesamtbotschaft mit der Aussage Jesu Christi in Johannes 14:6 sagen will. Also, was Jesus Christus mit seiner in Johannes 14:6 dokumentierten Feststellung Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.“ tatsächlich aussagt.

Hierbei geht es nicht darum, Menschen, Menschengruppen, ansere Religionen oder Glaubens-überzeugungen in irgendeiner Art zu diskriminieren. Im Rahmen der bisher noch gewährten juristischen Glaubensfreiheit geht es vielmehr darum, den Aussageinhalt dieser oft Kontroversen verursachenden zentralen Aussage Jesu Christi im Rahmen der Bibel zu beleuchten.

Ob das der Einzelne tatsächlich für richtig oder falsch ansieht, was er glaubt, wahr zu sein oder was er nicht glaubt steht im Rahmen dieser Glaubensfreiheit jedem frei, ebenso wie der Glaube, ob es überhaupt so etwas wie eine absolute Wahrheit gibt.

Genauso steht jederman frei die von ihm/ihr als Wahrheit angesehenen Glaubensaussagen und -inhalte frei als solchen zu äußern und zu bekennen, auch wenn er damit gewisse Überzeugungen als richtig bzw. als „Wahrheit“ und gewisse gegenteilige Überzeugungen als falsch bzw. als „Unwahrheit“ zu bezeichnet.

In dieser Artikelreihe geht es insoweit darum, die Position eines solchen Christusgläubigen einzunehmen, der seinen Glauben auf die Schriften der Bibel baut und diese entsprechen ihres Selbstverständnisses als von Gott eingegebene, in ihren Aussagen irrtumslose und für das zeitliche und ewige Dasein des Menschen ausreichende Grundlage, Wegweiser und Wahrheit darstellen – wie es auch der Autor der Artikelreihe tut. Letztlich läuft alles auf die grundlegend entscheidende Frage hinaus: Glaube ich dem o.a. Selbstanspruch der Bibel als irrtumsloses und allgenügendes Wort des ewigen Gottes (2.Timotheus 3:14-17) – oder nicht? Ja oder nein?

Wie der Einzelne Leser oder Hörer diese Frage beantwortet und wie er folglich Vers sechs im 14. Kapitel des Johannesevangeliums verstehen will, steht, wie gesagt, im Ermessen jedes Menschen selbst – ebenso was der Einzelne über Jesus Christus oder das ewige Heil glauben will.

Die daraus folgenden Konsequenzen hinsichtlich seines Daseins nach seinem Tod sind dann allerdings zeitlich unbegrenzt, irreversibel und ohne weitere Wahlmöglichkeit.

 

3. „Ich bin das Leben!“ – in ewigen Glückseligkeit in Gottes „Vaterhaus“

ICH und DER VATER sind EINS.[d.h. im Wesen völlig identisch]“ (Joh 10:30)

Gleich im Anschluss an die vier Feststellungen, die der Herr Jesus im sechsten Vers von Johannes 14 über sich macht erklärt der Herr Jesus diese zentrale Wahrheit des christlichen Glaubens dann nochmals ganz deutlich: Jesus Christus ist der sichtbar gewordene Gott, in allem völlig wesensgleich mit Gott, dem Vater.

„Wenn ihr mich erkannt hättet, würdet ihr auch meinen Vater erkannt haben; und von jetzt an erkennt ihr ihn und habt ihn gesehen… Wer MICH gesehen hat, hat DEN VATER gesehen…““ (Joh 14:7.9)

Der Herr Jesus ist tatsächlich der ewige, zeitlose, sichtbar gewordene Schöpfer-Gott, der Ursprung allen Lebens. Alles im Universum seiende wurde durch ihn in Existenz gerufen, ja „ohne ihn wurde auch nicht eine einzige Sache, die geworden ist“ (Joh 1:1-3.10.14; Kol 1:15-17; Heb 1:3 etc.). „Er ist vor allen, und alle Dinge bestehen durch ihn.“ (Kol 1:17)

Er ist der „Sohn Gottes“, die zweite Person des dreieinen Gottes. – Er selbst ist der zeitlose Gott!

  • „Denn wie der VATER Leben in sich selbst hat, so hat er auch dem SOHN gegeben, LEBEN IN SICH SELBST zu haben.“ (Joh 5:26)
  • In ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.“ (Joh 1:4)

Ein weiterer unerhörter Anspruch, den der Herr Jesus hier stellt, ist es, selbst die Quelle und Ursprung allen Lebens zu sein, ebenso wie es der Vater ist. Als Sohn Gottes hat er gleichermaßen das Leben in sich selbst“, d.h. es geht von ihm aus. Ohne ihn gibt es kein Leben, nirgendwo und zu keiner Zeit. Er IST das Leben in sich selbst, in seiner Person.

Er ist Quelle und Ursprung allen wahren, überfließenden, nicht endenden Lebens der allerhöchsten Qualität im himmlischen „Haus des Vaters“ – ich nenne es hier etwas altmodisch „Leben der ewigen Glückseligkeit.“ Und dorthin führt der Herr Jesusdelbst als der Weg – als derjenige, der als Person selbst dieses wahre Leben nicht nur in sich hat, sondern existenziell IST, wie er es in Johannes 14:6 unmißverständlich verkündet:

Ich, [Ich selbst] bin DAS Leben“.

Sowohl im Evangelium des Johannes als auch in seinen weiteren Briefen ist genau das eines der ganz zentralen Themen. Hier einige Zitate daraus:

  • In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.“ (Joh 1:4)
  • „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tod in das Leben übergegangen. (Joh 5:24)
  • „Jesus sprach zu ihr: Ich BIN die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt. (Joh 11:25)
  • …“dass jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, ewiges Leben habe; und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag.“ (Joh 6:40)
  • „…dass Gott uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem SohnWer den Sohn hat, hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, hat das Leben nicht.  Dies habe ich euch geschrieben, damit ihr wisst, dass ihr ewiges Leben habt, die ihr glaubt an den Namen [d.h. die Person] des SOHNES GOTTES.“ (1Joh 5:11-13; vgl. Joh 17:3)
  • „…dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns Verständnis gegeben hat, damit wir den Wahrhaftigen erkennen; und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser IST der wahrhaftige Gott und das ewige Leben. (1Joh 5:20)

Angesichts dieser Aussagen, die Jesus Christus in Johannes 14:6 über sich selbst macht, verwundert die abschließende vierte Klarstellung am Versende wohl kaum noch. Aber das wird das Thema des nächsten, wohl anstößigsten, provokativsten und am wenigsten „politisch korrekten“ Teiles dieser Artikelreihe sein.


 

 

Über Jesaja 66:2

Kelompok Kristen Berbahasa Jerman di Indonesia
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