Lerne Gott durch Sein Wort besser kennen und sieh, dass dein Leben sich dadurch verändert! (4)

Willst du die Bibel in diesem Jahr ganz durchlesen? – Ein paar abschließende Gedanken

Helmut Mehringer

Als Abschluß zu den bisherigen Motivationen, währen des neuen Jahres 2018 (wieder) einmal die ganze Bibel durchzulesen, kamen mir noch folgende, bestimmt vielen bekannte – Gedanken in Erinnerung:

1. Tägliche Nahrung ist lebensnotwendig

Weshalb sind all die im AT beschriebenen, oft so belanglos erscheinenden  Geschehen (a) überhaupt passiert? Und (b) auch noch aufgeschrieben?

„Alle diese Dinge aber widerfuhren jenen als Vorbilder und sind geschrieben worden zu unserer Ermahnung.“ (1Kor 10:11)

Zur Ermahnung und als Lehrillustration für uns, die Glieder der Gemeinde Jesu, mussten also die Israeliten viele der Dinge erleben – und für unsere Ermahnung und Belehrung sind sie auch niedergeschrieben in der Bibel.

So z.B. auch die seltsame Art, wie Gott sein aus Ägypten befreites Volk in der Wüste mit der lebensnotwendigen Nahrung versorgte (2Mo 16 etc.).

„Er demütigte [Israel] und ließ [Israel] hungern; und er speiste [Israel] mit dem Man, das [Israel] nicht kannte und das [Israels] Väter nicht kannten, um [Israel] kundzutun, dass der Mensch nicht von Brot allein lebt, sondern dass der Mensch von allem lebt, was aus dem Mund des HERRN hervorgeht.“ (5Mo 8:3)

So wichtig wie die tägliche Nahrung für den Körper ist also das Wort Gottes für unser geistliches Leben, wenn wir am Leben und gesund bleiben wollen. Und zwar täglich, jede Tag auf’d neue.

Der Herr Jesus betont daher dieses Gebot als auch heute gültige Überlebenswahrheit (Mt 4:4 und Lk 4:4)

„Nicht von Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jedem Wort, das durch den Mund Gottes ausgeht.“

Gerade durch die tägliche, beständige Aufnahme des „lebendigen und wirksamen“ Wortes Gottes geben wir Gott und seinem Hl. Geist besondere Zeit „zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit“(2Tim 3:16-17), um uns in die „ganze Wahrheit“ (über Gott und sein Wesen und Denken, aber auch über unseren eigenen geistl. Zustandes) aufklären und unser Leben von dieser umgestalten zu lassen.

Ist es also nicht zumindest fahrlässig selbstmörderisch, wenn du denkst, du kannst aufgrund dessen, was du in den vergangenen Tage, Wochen oder Jahren „gegessen“ hast, ganz gut weiter auskommen? Lies oder hör dir mit diesen Gedanken im Kopf die letzten drei Botschaften zum regelmäßigen Bibellesen doch nochmal an! Und ziehe – wennnötig – die Konsequenzen daraus!

 

2. Liebe: den anderen besser kennenlernen und seine Liebesbriefe verinnerlichen

…du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen und aus deiner ganzen Seele und aus deinem ganzen Verstand und aus deiner ganzen Kraft.“ (Mk 12:30, Lk 10:27, Mt 22:37)

Bereits der inzwischen heimgegangene Bob Jennings sprach es in seinem Beitrag an:

Wie wäre es, wenn ein Ehemann auf Geschäftsreise geht, seiner geliebten, daheim gebliebenen Ehefrau täglich Liebesbriefe schreibt, und dann bei seiner Rückkehr feststellt, dass diese ungelesen im Bücherregal liegen? „Keine Zeit“ – „Ich weiß ja, was du mir sagen willst“ – „Ich liebe dich doch, da darfst du nicht so gesetzlich sein und verlangen, dass ich täglich in deinen Briefen lese“ – Sind das trifftige Gründe dafür? Oder drückt die Frau nicht einfach damit aus, dass ihr ihr Mann und das, was er ihr mitteilen will, nicht so wichtig ist, wie andere Dinge in ihrem täglichen Leben?

Wie steht’s mit deiner Liebe zum Herrn Jesus und seinem Vater? Was müsste man diesbezüglich aus deiner Leidenschaft hinsichtlich seines Wortes, der Bibel folgern? Sei ehrlich:

Die Psalmenschreiber hatten ein ganz klares Verhältnis zum Wort – und damit also zum Autoren des Wortes. (In den Psalmen wird das Wort Gottes oft umschrieben mit Ausdrücken wie „Gesetz“, Vorschriften“, „Satzungen“, „Zeugnis“, „Rechte“, ja sogar „die Furcht des HERRN“, etc.):

  • ...deine Geboten, die ich liebe; und über deine Satzungen will ich sinnen. (119:48)
  • Wie liebe ich dein Gesetz! Es ist mein Sinnen den ganzen Tag. (119:97.113 .127.163.165)
  • Meine Seele hat deine Zeugnisse beachtet; und ich liebe sie sehr. (119:119.167)
  • Sieh, dass ich deine Vorschriften liebe; nach deiner Güte, HERR, belebe mich! (119:159)
  • Ich habe meinen Mund weit aufgetan und gelechzt, denn ich habe verlangt nach deinen Geboten. (119:131)

Das ist ein Ausdruck innigster Herzenssehnsucht nach dem Geliebte und allem, was er mir durch seine Schriften über sich und mich mitteilt! So auch die Zusammenfassung der Köstlichkeiten des Wortes Gottes in Psalm 19:

  • (7) Das Gesetz des HERRN ist vollkommen und erquickt die Seele; das Zeugnis des HERRN ist zuverlässig und macht weise den Einfältigen.
  • (8) Die Vorschriften des HERRN sind richtig und erfreuen das Herz; das Gebot des HERRN ist lauter und erleuchtet die Augen.
  • (9) Die Furcht des HERRN ist rein und besteht ewig. Die Rechte des HERRN sind Wahrheit, sie sind gerecht allesamt;
  • (10) sie, die kostbarer sind als Gold und viel gediegenes Gold, und süßer als Honig und Honigseim.
  • (11) Auch wird dein Knecht durch sie belehrt; im Halten derselben ist großer Lohn.
  • (12) Verirrungen, wer sieht sie ein? Von verborgenen Sünden reinige mich!

Nicht umsonst setzt der Herr Jesus die Echtheit der Liebe seiner Jünger zu ihm gleich damit, wie seine Gebote/Worte umgesetzt werden (Joh 14:15-24 etc.) Und verheißt ganz besondere  „Glückseligkeiten“ denen, die Sein Wort zum Zentrum des Denkens und Handelns in ihrem Leben machen, die hier als die „Gerechten“ bezeichnet werden –  im Gegesatz zu denen, die quasi „gottlos“ leben:

  • (1:1) Glückseligkeiten dem Mann, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen und nicht steht auf dem Weg der Sünder und nicht sitzt auf dem Sitz der Spötter,
  • (1:2) sondern seine Lust hat am Gesetz des HERRN und über sein Gesetz sinnt Tag und Nacht!
  • (1:3) Und er ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit und dessen Blatt nicht verwelkt; und alles, was er tut, gelingt.
  • (1:4) Nicht so die Gottlosen, sondern sie sind wie die Spreu, die der Wind dahintreibt.
  • (1:5) Darum werden die Gottlosen nicht bestehen im Gericht, noch die Sünder in der Gemeinde der Gerechten.
  • (1:6) Denn der HERR kennt den Weg der Gerechten; aber der Weg der Gottlosen wird vergehen.

Nicht umsonst setzt Gott in seinem Wort sich selbst gelegentlich sogar mit „der Schrift“ gleich (nicht nur in Johannes 1), sodass Gottes Wort letztlich nicht von Gott selbst getrennt werden kann:

Die Schrift aber, voraussehend, dass Gott die Nationen aus Glauben rechtfertigen würde, verkündigte dem Abraham die gute Botschaft zuvor: „In dir werden gesegnet werden alle Nationen.“ (Gal 3:8).

Wie steht’s mit dir zu Beginn dieses Jahres?

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Die ganze Artikelreihe: Lerne Gott durch Sein Wort besser kennen und lass dein Leben dadurch verändern!

  1. Jordan Standridge & Helmut Mehringer
  2. Bob Jennings
  3. Paul Washer
  4. Abschlussgedanken – Helmut Mehringer

 

 

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