Hohe, steile Berge im Leben – und die Herrlichkeiten des souveränen, allmächtigen Gottes

Helmut Mehringer

In English: HERE!

Ich erinnere mich daran, wie wir uns (als ich noch keinen Rollstuhl brauchte 😉 in den Alpen oft daran gemacht hatten, einen steilen Berg zu besteigen. Beim Aufstieg fragte ich mich – schwitzend und keuchend – dann oft, warum wir uns das überhaupt antun und nicht lieber einen erholsamen Tag im Tal verbringen. In Indonesien lagen solche schweren Strecken dann zwischen uns und dem Ziel, da mussten wir einfach drüber.

Am Gipfel angekommen waren die Fragen und Zweifel immer restlos weg, denn der Überblick über die gesamte Gegend, womöglich noch bei Sonnenaufgang auf einem Vulkan, belohnte den schwierigen Aufstieg immer mit Staunen über das Wirken Gottes ebenso wie mit einem zuvor nicht gekannten Überblick über weite Teile des Landes.

Ähnlich fragt man sich vielleicht öfters mal, warum gewisse Schwierigkeiten und Unannehmlichkeiten in unserem Leben sein müssen, die oft auch wie unüberwindbare Berge erscheinen, solange man sie nicht erklommen hat. Wie kann Gott so was zulassen und uns in unseren Lebensweg stellen? Ist es eine Strafe Gottes? Oder ist dem Teufel da einen „Sieg“ gegen Gott gelungen, hat Gott es versäumt, ihm da Einhalt zu gebieten?

Wenn wir Gott und sein Wesen wirklich kennen und daher vor solchen „steilen“, unangenehmen „Bergen“ in unserem Lebenslauf nicht aufgeben, wird uns, wenn wir erstmal oben angelangt sind, Gott mit einer anders kaum zu erfahrenden Schau auf das Gesamtbild seines ewigen, souveränen Planes und Handelns belohnen. So werden wir mehr von Ihm erkennen und unserem souveränen, allmächtigen Gott auch bei weiteren „Bergen“ anbetend vertrauen – zu seiner Verherrlichung.

Wir werden erst auf solchen Gipfeln, nach schwierigen Zeiten des Aufstiegs, solche ihn verherrlichende Wahrheiten wirklich erkennen, wie sie Gott schon von ihm geleiteten Schreibern des Wortes Gottes hat erfahren und niederschreiben lassen, die uns in Leid, Enttäuschung, Unsicherheiten oder Furcht hinsichtlich Politik, Umwelt, Terror, Gesundheit, Unglücken, Situationen, Enttäuschungen, Zukunftserwartungen oder anderen Menschen Wegweisung geben sollen, z.B.:

Das Herz des Menschen erdenkt seinen Weg, aber der HERR lenkt seine Schritte. (Spr 16:9)

Das Los wird im Gewandbausch geworfen, aber all seine Entscheidung kommt von dem HERRN. (Spr 16:33)

Wasserbächen gleicht das Herz eines Königs in der Hand des HERRN; wohin immer er will, neigt er es. (Spr 21:1)

Und alle Bewohner der Erde werden wie nichts geachtet, und nach seinem Willen tut er mit dem Heer des Himmels und mit den Bewohnern der Erde; und da ist niemand, der seiner Hand wehren und zu ihm sagen könnte: Was tust du? (Dan 4:35[32])

Und er hat aus einem [Blut] jede Nation der Menschen gemacht, damit sie auf dem ganzen Erdboden wohnen, und hat festgesetzte Zeit[epochen] und die Grenzen ihrer Wohnung bestimmt, damit sie Gott suchen… (Apg 17:26-27)

Der englische Prediger und Autor Thomas Brooks (1608-80) hat anlässlich des verheerenden Stadtbrandes von London im Jahr 1670 dazu ähnliche Erfahrungen hinsichtlich des allmächtigen, souveränen Handelns Gottes mit und in seiner Schöpfung gemachtgemacht und sie zu Papier gebracht. Hier ein Auszug nach eigener Übersetzung:


(Englischer Orignaltext: „London Lamentations“ 1670“ © www.gracegems.org) — (Brief Video-Presentation HERE!)


„Lasst uns die Hand des Herrn in dem kürzlich geschehenen schrecklichen Feuer sehen, das unser einst neu renoviertes London in Schutt und Asche gesetzt hat! Londons Sünden waren nun so groß und Gottes Zorn so heiß, dass es kein Auslöschen der Flammen gab. Der Beschluss des London Feuers war gefasst und nichts konnte es rückgängig machen. Die Zeit des Falls von London war gekommen. Das Feuer hat nun den Befehl von Gott bekommen die Stadt niederzubrennen und in Schutt und Asche zu legen!

Sicherlich ist Gott der große Handelnde, der hinter all den schrecklichen Urteilen steht, die Menschen, Städte und Königreiche widerfahren. Wer auch immer oder was auch immer die Rute ist, so ist es doch Gottes Hand, die sie führt! Die Gewalt, die Gericht über Städte bringt ist Gott selbst:

„Geschieht ein Unglück in der Stadt – und der Herr hätte es nicht bewirkt?“ (Amos 3:6b)

 

Wie auch immer das Gericht aussehen möge, das eine Stadt trifft – Gott ist der Autor. Er führt es aus und ordnet es, so wie es Ihm gefällt. Kein Unglück trifft einfach zufällig eine Person, Stadt oder ein Land. Jedes Unglück ist durch göttliche Macht und Vorsehung auferlegt. Gott selbst gab den Befehl für das Feuer – alles mit der Stärke und Grausamkeit so niederzubrennen wie passierte – bis London in Schutt und Asche lag.

Wer auch immer das Feuer angezündet hat – Gott hat die Kohlen geblasen.

Deshalb konnte auch keine Erfahrung, Fachwissen, Ratgeber, oder irgend eine menschliche Anstrengung das Feuer auslöschen.

Alle Gerichte sind ein Wink Gottes und sind unter Gottes Befehl. Wie auch immer ein Gericht Gottes aussieht: eine Person zu zerstören oder eine Stadt oder sogar ein ganze Land – das Gericht wird sicher und zuverlässig Gottes Befehl ausführen – egal was man als Geschöpfe alles tun kann. Wenn auf Gottes Befehl das Kriegsschwert sein Unwesen treibt, getränkt in Blut – wer kann es wieder in die Scheide zurückzubeordern? Keine menschlichen Künste, keine Politik kann es einfach so machen, dass das Schwert ruhig daliegt!

Gott, der unser Schöpfer, Erhalter und unser souveräner Herr ist – er hat alleine die absolute Macht über unsere Person, Leben, Besitztümer: und wenn wir seine gerechten Gesetze übertreten, so kann er mit uns und mit dem, was wir besitzen, tun was er will. Er kann uns aus Haus und Hof vertreiben, all unsere Bequemlichkeiten nehmen und tut dabei nichts falsches.

„Alles, was dem Herrn gefällt, tut er in den Himmeln und auf der Erde, in den Meeren und in allen Tiefen.“ (Psalm 135: 6)

Die Dinge, die uns zufällig erscheinen – die sind befohlen durch Gottes weisen Rat, Macht und Vorhersehung. Instrumenten können sich nicht rühren bis Gott den Befehl dazu gibt – dann kann die Axt oder das Messer von alleine schneiden – ohne, dass eine Hand dazu bewegt wird. Gott gebraucht jeden zweiten Anlass, der Ihm gefällt, zur Ausführung von dem, was ihm gefällt. Oft benutzt Gott die Schlimmsten der Menschen als Rute seiner Empörung um die Menschen damit zu züchtigen. Alles geringen und untergeordneten Dinge sind nichts anders als Gottes Werkzeuge, die er regiert und führt wie es Seinem Willen, Macht und Vorsehung entspricht.

Hiob sah Gott in dem Feuer, das vom Himmel fiel und in all den schrecklichen Prüfungen, die ihn trafen. Deswegen hat er auch nicht gesagt: „Der Herr hat gegeben und der Teufel hat genommen“, auch nicht „Der Herr hat gegeben und die Chaldäer und Sabäer haben genommen“, sondern:

„Der Herr hat gegeben, der Herr hat genommen; gepriesen sei der Name des Herrn.“ (Hiob 1,20+21)

„Wir sollten das Gute von Gott annehmen, und das Böse sollten wir nicht auch annehmen? (Hiob 2,10)

Kein einziges Lebewesen kann sich ohne Übereinstimmung und Erkenntnis eines weisen, allwissenden und allmächtigen Gottes bewegen. Ohne Sein Wissen und die Erlaubnis kann nichts irgendeiner Person, Stadt oder Land widerfahren. Was auch immer die Mittel oder Instrumente unseres Leidens sind, die Hand des Herrn ist die Ursache! Es gebührt sich für uns in all unseren Beurteilungen, die Hand des Herrn zu sehen und durch die sichtbaren Mittel zu einem unsichtbaren Gott zu schauen!

„Der HERR hat gegen mich gezeugt und der Allmächtige hat mir Übles getan“(Ruth 1:21)

„Der Herr tötet und macht lebendig; er führt in den Scheol hinab und führt auch herauf. Der HERR macht arm und macht reich; er erniedrigt und er erhöht auch.“ (1 Samuel 2:6-7)

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Fortsetzung folgt morgen (kurze Videoandacht)

Ergänzende Beiträge dazu:

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