Ehe für alle (5) Was nun?

CC0-Public Domain (pixabay)

Helmut Mehringer

Ulrich Parzany behandelt die oben gestelten Frage auf der Seite des Netzwerks Bibel und Bekenntnis [der vollständige, lesenswerte Artikel steht HIER] aus seiner Sicht und Überzeugung. Darauf will ich hier nicht eingehen. Unter Hinweis auf den Gesamtartikel will ich aber ein paar wertvolle Auszüge herausgreifen, die uns bei der Beurteilung der Sachlage und beim notwendigen Finden des eigenen Standpunktes – sowohl persönliche, als auch als örtliche Gemeinde – helfen können:

[…]Was bedeutet es aber, wenn der Staat legalisiert, was nach der Bibel Sünde ist?

Es wird geschehen, was Gottes Wort sagt: „Gerechtigkeit erhöht ein Volk; aber die Sünde ist der Leute Verderben.“ (Sprüche 14,34)  Und: „Sie haben Gottes Wahrheit in Lüge verkehrt und das Geschöpf verehrt und ihm gedient statt dem Schöpfer, der gelobt ist in Ewigkeit. Amen. Darum hat sie Gott dahingegeben in schändliche Leidenschaften… Und wie sie es für nichts geachtet haben, Gott zu erkennen, hat sie Gott dahingegeben in verkehrten Sinn, sodass sie tun, was nicht recht ist“. (Römer 1,25f.28).[…]

Widerstand ist angesagt!

Unser größtes Problem sind nicht die feindseligen Angriffe aus der Mehrheitsgesellschaft, sondern die Verleugnung und Verdrehung der biblischen Wahrheit in Kirchen und Gemeinden. […]

Die aktuelle Gesetzgebung wird den Anpassungsdruck auf die Gemeinden weiter erhöhen. Die Bereitschaft zum gemeinsamen Widerstand ist in unserem Land nicht stark ausgeprägt und gegenwärtig nur hier und da erkennbar.[…]

Welche Szenarien wird es geben?

[…] Viele werden vermeiden, in dieser Frage Stellung zu beziehen, solange sie nicht durch Anforderungen in den eigenen Gemeinden praktisch dazu gezwungen werden. Es werden sehr unterschiedliche Situationen entstehen.

  1. Gemeindeleitungen vermeiden die Diskussion und Stellungnahme zur Homo-Ehe. Sie versuchen auch die offene Diskussion darüber in der Gemeinde zu vermeiden. […] Diese Einstellung geht davon aus […], dass das neutestamentliche Verständnis der Ehe als lebenslange Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau nicht von Gott gewollt und verbindlich ist.
  2. Gemeinden befürworten Homo-Ehe und praktizieren Segnung oder Trauung.
    1. Sie erfahren dagegen weder im Leitungsgremium noch von Mitgliedern Widerspruch.
    2. Es gibt in der Gemeinde Widerspruch gegen diese Einstellung und gegen die Segnung oder Trauung gleichgeschlechtlicher Paare,
  3. Gemeindeleitungen lehnen die Homo-Ehe und entsprechend auch die Segnung oder Trauung gleichgeschlechtlicher Paare ab.
    1. Sie werden darin von ihren Gemeindegliedern unterstützt.
    2. Dagegen gibt es Widerstand durch Gemeindeglieder.
  4. Gemeindeleitungen sind sich in ihrer Beurteilung der Homo-Ehe nicht einig. Die Uneinigkeit wird auch mehr oder weniger deutlich unter den Gemeindegliedern geäußert.“

(© der Auszüge:  ©2017 Netzwerk Bibel und Bekenntnis)

Wo findest du dich da wieder? Und wo deine Gemeinde?

Pfarrer Dr. theol. Wolfhart Schlichting hielt auf der Jahrestagung der ‚Kirchlichen Sammlung für Bibel und Bekenntnis in Bayern‘ am 10. Juni 2017 in Rothenburg o. d. T. eine herausfordernde Bibelarbeit über Jeremia 14,1 – 15,6.

Für eine inzwischen notwendige persönliche Standortbestimmung lohnt es sich,

  • diese sorgfältige Auslegung vor aufgeschlagener Bibel anzuhören,
  • sie im Gesamt-zusammenhang der Schrift zu überdenken
  • und dann selbst seine Schlüsse daraus zu ziehen.

Die Auslegung gibt es HIER zum anhören und zum herunterladen (mp3).

→Fortsetzung folgt: Wir wollen NICHT einknicken!!

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Siehe dazu auch:


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