Leben in gefährliche Zeiten – Christ, gehörst du wirklich zu den „Wenigen“?


Helmut Mehringer

Während der vergangenen Pfingstwoche durfte ich gemeinsam mit Geschwistern aus verschiedenen Gemeinden das Vermächtnis des Apostels Paulus, das er in seinem letzten Brief an Timotheus niederschrieb, studieren. Einer der eindrücklichen Erinnerungen des Paulus – wenngleich auch nicht das zentrale Thema seines letzten Briefes – ist die Warnung vor falschen, utopischen Erwartungen hinsichtlich des Christentums. Timotheus – und alle anderen treuen Nachfolger des Herrn hatten schwere („gefährliche, schmerzhafte“) Zeiten zu erwarten, und das nicht in erster Linie wegen Angriffen und Feindseligkeiten von außen, sondern weil die Bekenner selbst der Welt, ihren Prinzipien und Gewohnheiten immer ähnlicher wird, selbst zentriert, vergnügungssüchtig, auf Kosten anderer mehr um die Mehrung des  eigenen Besitzes bemüht als um Schätze im Himmel etc. etc. (2Tim 3:1-8).

Gleichzeitig wird die klare biblische Lehre verpönt, ja gar als „lieblos“ oder „pharisäerhaft“ zurückgewiesen, um sich stattdessen Lehrer, Prediger und „Gottesdienst-“ Events zu suchen, die das eigene Leben oder das der Familie nicht in Frage stellen, sondern für gut und „richtig“ darstellen (2Tim 4:3-4).

Das „Schmerzhafte“ und/oder gefährliche an solchen Bekennern ist, dass sich solcher Bekenner als wahre Christen ausgeben und fühlen, sich gar als Vorbilder wähnen und  und eifrig sind, Mängel an anderen Geschwistern lautstark zu verurteilen, aber nicht merken, dass sie selbst die „Kraft der Gottesfurcht“ (2Tim 3:5), d.h. die göttliche Kraft eines echten neuen, ewigen Lebens von oben gar nicht kennen und als vermeintliche Scheinbekenner ohne wirkliches, göttliches Leben von oben sind, d.h. nie wahrhaft  bekehrt und wiedergeboren waren. Genau davor warnt schon der Herr Jesus nachdrücklich und deutlich, und Paulus erinnert uns in seinen Warnungen kurz vor seinem Tod daran:

Gehet ein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der ins Verderben führt, und viele sind es, die da hineingehen. Aber die Pforte ist eng, und der Weg ist schmal, der zum Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden!

Hütet euch aber vor den falschen Propheten, welche in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber reißende Wölfe sind. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Sammelt man auch Trauben von Dornen, oder Feigen von Disteln?

So bringt ein jeder gute Baum gute Früchte, der faule Baum aber bringt schlechte Früchte. Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen, und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen. Ein jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Darum sollt ihr sie an ihren Früchten erkennen.

Nicht jeder, der zu mir sagt: «Herr, Herr», wird in das Himmelreich eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. Viele werden an jenem Tage zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Taten vollbracht? Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weichet von mir, ihr Übeltäter!

Ein jeder nun, der diese meine Worte hört und sie tut, ist einem klugen Manne zu vergleichen, der sein Haus auf den Felsen baute. Als nun der Platzregen fiel und die Wasserströme kamen und die Winde wehten und an dieses Haus stießen, fiel es nicht; denn es war auf den Felsen gegründet.

Gehet ein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der ins Verderben führt, und viele sind es, die da hineingehen. Aber die Pforte ist eng, und der Weg ist schmal, der zum Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden!

Hütet euch aber vor den falschen Propheten, welche in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber reißende Wölfe sind. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Sammelt man auch Trauben von Dornen, oder Feigen von Disteln?

So bringt ein jeder gute Baum gute Früchte, der faule Baum aber bringt schlechte Früchte. Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen, und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen. Ein jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Darum sollt ihr sie an ihren Früchten erkennen.

Nicht jeder, der zu mir sagt: «Herr, Herr», wird in das Himmelreich eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. Viele werden an jenem Tage zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Taten vollbracht? Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weichet von mir, ihr Übeltäter!

Ein jeder nun, der diese meine Worte hört und sie tut, ist einem klugen Manne zu vergleichen, der sein Haus auf den Felsen baute. Als nun der Platzregen fiel und die Wasserströme kamen und die Winde wehten und an dieses Haus stießen, fiel es nicht; denn es war auf den Felsen gegründet.

Und ein jeder, der diese meine Worte hört und sie nicht tut, wird einem törichten Manne gleich sein, der sein Haus auf den Sand baute. Als nun der Platzregen fiel und die Wasserströme kamen und die Winde wehten und an dieses Haus stießen, da fiel es, und sein Fall war groß.

Und es begab sich, als Jesus diese Rede beendet hatte, entsetzte sich das Volk über seine Lehre. Denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie ihre Schriftgelehrten.

( Matthäus 7, 13-29)

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Den deutschen Text der im Videoclip gebrachten Kurzbotschaften gibt’s im PDF-Format HIER! (http://lannopez.files.wordpress.com/2010/07/die-wenigen.pdf)

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