Denn ihr seid teuer erkauft… Aufruf zu einem Leben mit Ewigkeitsfrucht!

Helmut Mehringer

Denn ihr seid teuer erkauft; darum verherrlichet Gott mit eurem Leib und eurem Geist, die Gottes sind. (1Kor 6:20)

Unter diesem Thema schrieb ich vor wenigen Tagen ein paar Gedanken für uns alle (siehe HIER!)

Da mein Herz immernoch bei dem gnädigen Werk des Herrn in Indonesien ist, wo meine Frau und ich etwa 13 Jahre leben und arbeiten durften und das wir seither (aufgrund meines Schlaganfalls) aus der Ferne weiter betreuen, unterstützen und wachsen sehen dürfen, will ich dazu einige mir wichtige praktische Gedanken eines früheren Missionars zitieren, die in erster Linie für alle jüngeren Geschwister wertvolle Hilfen für eine ewigkeitsbezogene Lebensplanung sein können (der Deutsche Text kann HIER als PDF heruntergeladen werden!)

Ich bin wahrlich nicht einer von dieser „Blogger-Internet“ Generation; ich bin da eher altmodisch. Ich nehme zwar an, dass all dieses Zeug irgendeinen Nutzen hat, aber wie ich kürzlich schrieb, macht es mich wirklich sehr traurig, wie all diese jungen Menschen „bloggen“ und über theologische Feinheiten diskutieren… Viele von ihnen haben nicht einmal lange genug gelebt, um genug Wissen oder Erfahrung in den Dingen zu haben, worüber sie sprechen.

Und wir sitzen da und füllen das Internet mit all diesem Zeug, während es da draußen Milliarden von Menschen gibt, die noch nie das Evangelium gehört haben. Ich meine, ist das nicht verrückt?

Wenn du ein junger Christ bist und das hier hörst, dann ist es wahrscheinlich nicht deine Zeit, ein Buch zu schreiben und die Welt zu verändern, oder einen Blog zu haben mit Besuchern von der ganzen Welt. Es ist eher die Zeit, dich selbst darauf vorzubereiten ein(e) Mann/Frau Gottes zu werden. Nicht, um Zeit im Internet, sondern mit Gott allein im Gebet zu verbringen, bis Er Seinen Geist über dich ergießt und dich zu einem brauchbaren Diener macht. Und dann gehst du hinaus, aber gieß kein Wasser auf Land, das bereits vollgetränkt ist. Geh mit deinem ganzen Leben hinaus und predige das Evangelium den Nationen, die Christus nicht kennen. Wozu bin ich am Leben?

Die Notwendigkeit ist gewaltig… Aber ich werde dir nicht sagen, dass der Bedarf so groß ist und das Gott es ohne dich nicht schaffen würde. Gott wird es auch ohne dich schaffen…, nur, welch ein Verlust, welch ein Freudenverlust. Ich lade dich ein zu einem wirklich aufopferungsvollen Leben voller Herrlichkeit und unsagbarer Freude. Einige von euch sollten wirklich darüber nachdenken, ihr müsst darüber nachdenken hinauszugehen, um das Evangelium zu verkündigen, um für Christus zu leiden und dieses Leid zu genießen.

Ich bin nun 49 Jahre alt und mein Körper ist bereits in millionen Teile zerbrochen. So wie Robert Murray M´Cheyne mal sagte: der Herr gab mir eine Botschaft und ein Pferd, und ich habe das Pferd getötet. Und genauso fühle ich mich, aber ich kann dir eines versichern, ich bin froh darüber.

Er ist es wert, für Ihn zu sterben.

Verschwende nicht dein Leben, indem du versuchst, als theologischer Experte angesehen zu werden.

Geh hinaus und verkündige das Evangelium. Geh hinaus in die Gebiete, geh zu den Orten, wo es finster ist. Verkündige das Evangelium von Jesus Christus. Gerade jetzt, da erfreue ich mich an dem, was Gott in Indien und Nepal bewirkt. Aber da ist auch noch Tibet, und ich frage Gott: wann wirst Du die Tür für Tibet öffnen? Und China? Und wann wirst Du die Tür für die Mongolei öffnen?

Ein Bekannter von mir in Kalifornien, Larry Pen, er sagte auf seiner Webseite, dass er lieber an der Front predige, anstatt als Berühmtheit auf einer Bühne zu stehen. Du, junger Mensch, geh irgendwo hinaus und stirb, sodass nur Gott und die Hölle deinen Namen kennen. Gott, weil Er dich liebt und Sein Geist stark in dir wirkt und die Hölle, weil sie dich hasst. Geh irgendwo hinaus und verkündige das Evangelium. Manchmal lese ich von den Puritanern, und nun ja, ich mag die Puritaner sehr, Martyn Lloyd-Jones und Charles Spurgeon.

Dann schaue ich auf die Prediger von heute, mit denen wir so gesegnet sind, Männer wie John MacArthur und John Piper und Joel Beele und… So viele hervorragende Männer. Wayne Grudem, und all die anderen. Sie sind alle etwas älter, haben viel studiert und Gott hat ihnen eine Stimme gegeben. Du, junger Mensch, versuche nicht, wie einer von ihnen zu sein, wenigstens jetzt noch nicht. Und glaube nicht, dass Amerika dich so sehr braucht. Weißt du, manchmal ist es besser…

Wenn ich in den Vereinigten Staaten predige, dann bin ich nur einer von vielen Predigern. Aber nach Übersee zu gehen und dort zu verkündigen, wo niemand predigt… Selbst wenn du ein armseliger Prediger bist wie ich es bin, so bist du dennoch DER Prediger. Geh irgendwo hin, wo John MacArthur und John Piper nicht sind, und verkündige das Evangelium und übe dich in Gebet und Fürbitte. Bei all den Männern, die ich je studiert habe, ist es schwer, einen gemeinsamen Nenner in ihrem Leben zu finden. Einige von ihnen waren mehr kalvinistisch, andere nicht. Einige waren sehr bekannt und schienen erfolgreich zu sein, während andere als Märtyrer starben und niemand ihre Namen kannte. Sie sind alle so verschieden. Ich fand nur eine Gemeinsamkeit und das war ihr Gebetsleben. Gebet; anhaltendes und standhaftes Gebet.

Wen kümmert es, welcher Mensch deinen Namen kennt? Die Frage ist vielmehr: Kennt Gott deinen Namen? Und weiter: kennt dein Erzfeind deinen Namen? Hasst er dich mit einem tiefen Hass? Nicht, weil du ein bekannter Prediger bist, sondern weil du ihn auf deinen Knien bekämpfst, auf deinen Knien ringst du mit ihm und hast ihn fest im Griff. Du musst ein Mensch des Gebets sein, weil Missionen wie die in Indien, Nepal und anderswo ihren festen Grund und Fortschritt allein durch das Gebet erlangen. Es gibt wenige Dinge, die ich noch nie gehört habe. Ich habe noch nie einen alten Mann sagen gehört, dass er wünschte er hätte weniger Zeit mit seiner Frau und seinen Kindern verbracht. Sie sagen immer das Gegenteil. Ich habe noch nie einen alten Prediger getroffen, der es bedauert hat, zu viel Zeit ins Gebet investiert zu haben. Aber fast jeder, den ich getroffen habe, hat bedauert, nicht genug Zeit im Gebet verbracht zu haben.

Selbst wenn du die Schrift wirklich gut kennst, du eine perfekte Denkweise hast und deine Logik makellos ist, du jedoch kein Mensch des Gebets bist, so bist du im Himmelreich keine zwei Cent wert, du bist nicht einmal zwei Cent wert im Himmelreich. Du wirst zwar viel Fachwissen haben und Stolz, aber keine Stärke. Keine Kraft. Und ich bete dafür, dass du dich nicht der Berühmtheit wegen auf Amerikas Bühne drängen magst, sondern dass du hinaus gehst und irgendwo für Christus stirbst, sodass dein Name im Himmel bekannt wird.

Dass du ein Gebetsmensch wirst, dass du sehr genau studierst – nicht um zu anderen hervorragenden Männern zu predigen – sondern um zu denen zu predigen, die noch nie gehört haben und zu Pastoren, die Gott in fremden Ländern berufen hat, und die nie das Privileg des Studiums bekommen haben, so wie du. Nun, das war eine Stegreifrede. Gestern bin ich aus Indien und Nepal zurück gekommen, und morgen ziehe ich los in das fremde Land von Kalifornien, um dort zu predigen. Somit benötige ich auch hier eure Gebete. Und dann, wenn ich zurückkehre, werde ich mehrere Wochen dafür brauchen, mich den Dingen von HeartCry zu widmen und besonders, Zeit mit meiner Familie, mit meiner Frau und den drei kleinen Kindern zu verbringen. Ich bitte um eure Gebete.

Mein ganzes Leben, selbst, wenn es nicht viel Wert ist, so hängt es doch von den Gebeten der Heiligen ab, also bitte betet für mich, und betet für uns, und betet für Nepal und Indien, und für all die anderen Länder der Welt, dass Jesu Name groß unter den Nationen werde, vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang und das Er die ganze, volle Belohnung erhält für all Sein Leiden unsertwegen. Gott segne euch, habt einen schönen Tag. Bitte besuchen sie unsere Webseite: heartcrymissionary.com Dort finden sie mehr Informationen über unseren Dienst, unsere Ziele, unseren Glauben und Methodologie, dazu eine Menge Informationen über die Missionare, denen wir privilegiert sind zu dienen. „Mein Name wird groß sein unter den Nationen.“ (Maleachi 1:11)

© Paul Washer, I’ll be honest

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