Gedanken zum Reformationsjubiläum 2017 (6)

 

„Sola Scriptura“? – Homo-Segnungen jetzt auch in der sächsischen Landeskirche möglich

Ein Kommentar von Thomas Lange

Ab sofort ist es in 19 von 20 EKD-Gliedkirchen möglich, dass sich homosexuelle Paare den Segen des Pfarrers abholen. Damit wird das Wort des lebendigen Gottes weiterhin ignoriert und stetig weiter untergraben. Die entsprechenden Bibelstellen, die eindeutig aufzeigen, dass gleichgeschlechtliche Partnerschaften Sünde sind und vor Gott ein Greuel darstellen (vgl. z.B. 3.Mo18,22; Röm1,26-27) werden willentlich entstellt und in eine vorsintflutliche Zeit zurückkatapultiert. Die Bibelkritik (Historisch-kritische Auslegung) macht`s möglich.

In nahezu jedem Bereich biedern sich die verantwortlichen der EKD dem Mainstream an und hecheln diesem hinterher. Nur keine Abgrenzung, nur keine Gegenstimme verlauten lassen. Die brisanten Inhalte der Bibel werden einfach ausrangiert. Der Ausverkauf der biblischen Werte ist in vollem Gange. Eine völlige Profillosigkeit ist das Ergebnis. Die Reifen sind abgefahren und man schlittert geradewegs auf den geistlichen Bankrott zu.
Weiß man eigentlich selbst noch was man glaubt und wofür man steht?

CC0-PD

CC0-PD

Nun wird die Verantwortung für die Homosegnungen auf die Ortspfarrer abgewälzt. Diese stehen damit zwischen den Stühlen und werden nicht selten, zugunsten des Prinzips „Friede-Freude-Einheitskuchen“ entscheiden.

Armes Kirchenvolk. Wenn wir einfach die Bibel und das, was sie zum Thema zu sagen hat, stehen lassen würden, gäbe es ein solches Chaos nicht. Doch wenn selbst ein Michael Diener innerhalb weniger Jahre in der Frage der Homoehe umschwenkt und Sätze wie „Man müsse es eben akzeptieren, dass manche die Bibel anders lesen….“ gebraucht, muss man sich über gar nichts mehr wundern. Solche Aussagen sind ein Armutszeugnis für einen Kirchenmann. Durch solch einen Kurs wird der Auslegungswillkür Tür und Tor geöffnet. Mit dieser Herangehensweise an die Heilige Schrift kann man jede x-beliebige Wahrheit aushebeln. Die Kirche sägt sich den Ast ab, auf dem sie selbst sitzt. Gottes Segen wird immer mehr schwinden, denn der Heilige Gott kann dort nicht sein, wo wissentlich sein Wort derart missachtet und entstellt wird. Frieden auf Kosten der Wahrheit ist ein ganz teuflisches Tauschgeschäft, welches Gottes Gericht zur Folge hat. Es gilt nach wie vor: „Gott lässt sich nicht spotten. Was der Mensch säht, das wird er ernten.“ (Gal6,7) Gott selbst wird zu der Zeit, wenn er es für richtig hält, den liederlichen Deckmantel wegreißen und die schändliche Blöße offenlegen. Das Gericht beginnt am Hause Gottes.
Bis es soweit ist, bleibt ein bitterer Nachgeschmack: Der Ruf der wirklichen Christen in Europa, sowie der westlichen Welt wird damit extrem geschädigt und somit der gute und teure Name JESUS CHRISTUS verunehrt. Was für eine Schande! Das macht ungemein traurig.
Da kann man nur noch rufen: Herr, erbarme dich über uns.
Alle, die sich Christen nennen (d.h. Christusnachfolger sind)und uneingeschränkt zur Irrtumslosigkeit der Heiligen Schriften stehen, sind aufgefordert, sich nicht in den Sog der Heillosigkeit hineinziehen zu lassen, sondern fest und standhaft zu bleiben und sich nicht von der Wahrheit abringen zu lassen. Möge Gott uns helfen.

Thomas Lange

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