Gedanken zum Reformationsjubiläum 2017 (3)

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Reformation: Evangelisation in der Postmoderne des 21. Jahrhunderts

Helmut Mehringer (Teil 1 hier, Teil 2 hier!)

Was wird anlässlich des gemeinsam von Evangelischen und Katholiken geplanten Reformationsjubiläums 2017 aus dem Kernauftrag des Herrn Jesus Christus an seine Gemeinde, nämlich das eine und einzig wahre Heilsbotschaft des Evangeliums allen Menschen aller Völkerr und Religionen zu verkünden? Was bedeutet Evangelisation in unserer postmoderrnen Zeit?(c) www.clv.de

Jede Generation von Christen ist neu herausgefordert, das ewige Evangelium zu ihren jeweiligen Zeitgenossen zu bringen. Darum müssen wir beide Seiten präzise verstehen: Das Evangelium darf nicht verkürzt werden – und an dem Adressaten soll nicht vorbeigeredet werden. Wie kann dieser Brückenschlag heute unter den Bedingungen der sogenannten »Postmoderne« gelingen? Der Autor belegt, dass manche evangelistische Konzepte – wie zum Beispiel ProChrist – sich mehr als Produkt denn als Überwindung der Postmoderne erweisen. Aber er bleibt nicht bei der Kritik stehen. Der letzte Teil beschreibt Perspektiven und Wege, die zu einer offensiven Evangelisationspraxis ermutigen und verpflichten.

Das wertvolle Buch von Wolfgang Nestvogel hierzu wird von Wolfgang Bühne wie folgt beschrieben:

Engagiert und fundiert zeigt der Autor in diesem aktuellen Buch, wie die Inhalte und die Verkündigung der heutigen Evangelisations-Praxis durch das postmoderne Denken beeinflusst und verändert wurden. Er macht deutlich, welche biblischen Aussagen in der heutigen Zeit ansprechend, aber „unverdünnt“ gepredigt werden müssen, um oberflächliche oder unechte Bekehrungen zu vermeiden.

Im ersten Teil des Buches wird auf die „doppelte Bringschuld“ hingewiesen, die wir unseren Zeitgenossen schuldig sind: Wir müssen a) mit ihnen in Kontakt kommen und b) ihnen das Evangelium verständlich und unverkürzt vermitteln. „Bevor der Nichtchrist – etwa zum Abschluss einer Veranstaltung – zur Umkehr gerufen wird, muss er gründlich über die Bedingungen und das Ziel dieses Schrittes informiert worden sein. Deshalb hat die evangelistische Predigt an jedem Abend das ganze Evangelium auszurichten“ (Seite 6).

Im zweiten Teil zeigt der Autor wichtige Aspekte der Postmoderne: das Wahrheitsverständnis, der Lebensstil (Erlebnisorientierung und Individualismus) und die Auswirkungen der Postmoderne bei den Evangelikalen, was besonders in der Vernachlässigung der biblischen Lehre deutlich wird.

Im dritten Teil, unter der Überschrift „ProChrist – ein evangelistisches Projekt im Spannungsfeld der Postmoderne“, macht Wolfgang Nestvogel am Beispiel von „ProChrist“ deutlich, welche Folgen die subtile „Ent-Theologisierung der Evangelisation“ hat: Alte lehrmäßige Grenzen fallen und es kann mit dem Beifall der ACK, der EKD, charismatischer Gemeinden und katholischer Gruppen (siehe „Europatag in Stuttgart“) evangelisiert werden.

Das letzte Kapitel behandelt das Thema „Evangelisation unter den Bedingungen der Postmoderne“ und macht deutlich, dass man als Evangelist die Postmoderne mit ihrem Irrationalismus nicht zum „Bundesgenossen“ der Evangelisation machen kann und das es in unserer Zeit der religiösen Toleranz und Ablehnung jeder absoluten Wahrheit um so mehr darum geht, die Zuhörer mit ewig und allein gültigen Wahrheiten der Bibel bekannt zu machen, die im Gegensatz zur allgemeinen Religiösität und Spiritualität stehen. Daher erfordert „Evangelisation Konfrontation sowohl in weltanschaulicher als auch in persönlicher Hinsicht“.

Ein aktuelles und wichtiges Buch, das alle herausfordert, die Inhalte, die Form und den Rahmen der eigenen evangelistischen Arbeit angesichts der postmodernen Denk- und Lebensweise an Hand der Bibel zu überprüfen und neu auszurichten.“

Wolfgang Bühne, veröffentlicht auf www.evangeliums.net und in Fest & Treu)

 

Als PDF kostenlos erhältlich HIER!

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