Eine Gemeinde, in der man sich wohlfühlen soll: Wie geht das – und um was geht es dabei?

Helmut Mehringer

Warum sind unsere Gemeinden geistlich so schwach? Warum gleichen sie oft mehr einem Club von Individualisten, die alle ihre ganz eigenen Ziele und Wünsche verfolgen, und sich daneben noch am Sonntag zum Gottesdienst treffen, um sich auch ’spirituell‘ wohlzufühlen? Warum haben es unsere Gemeinden so schwer in unserer postmodernen Welt, wo wir doch krampfhaft versuchen, den aktuellsten Trends sowie den Wünschen, eingebildeten Bedürfnissen und Erwartungen der Welt nachzurennen?

In  folgendem viermünitigen Beitrag erläutert uns  J. Morrell erzählt eine Geschichte, die leider auf viele der heutigen Gemeinden zutrifft, die sorglos in unserem Wohlfühlland vor sich hinschlummern…

Wie kann ich wirklich „Erweckung“ für mein geistliches Leben erreichen? Und wie kann unsere Gemeinde in unserer Zeit echte Erweckung erleben?

„…auf diesen will ich blicken: auf den Elenden und den, der zerschlagenen Geistes ist und der da zittert vor meinem Wort.“ (Jes. 66:2b)

Einige der aktuellen Herausforderungen, die für die Gemeinde Jesu Christi  am gefährlichsten und zerstörerischsten sind, kommen in unseren Tagen von innerhalb der Gemeinde.

In vielen Kreisen der Gemeinde Jesu Christi ist die biblisch fundierte  klare Verkündigung des christlichen Glaubens und seiner grundlegenden, nicht zur Diskussion stehenden Wahrheiten nur sehr schwach ausgeprägt, sie wird oft missverstanden und immer öfters sogar als wertlos, abstoßend, irrelevant und trennend offen abgelehnt – stattdessen versucht man, die Botschaft relevant, Interesse weckend und kulturell schmackhaft verpackt anzubiedern und so das Fleisch zu locken oder bei der Stange zu halten.

Was wir heute wieder mehr denn je brauchen, sind treue, mutige, allein dem Herrn und seinem Wort hingegebene apologetische Evangeliumsverkündiger, die bereit sind, einen Preis zu zahlen,um den postmodernen Herausforderungen, sowohl von innen als auch von außen zu begegnen.

Es geht um zwei wichtige Fragen unseres Glaubens:

(a) Wer ist Gott wirklich in meinem Leben und dem meiner Gemeinde?

(b) Was ist Sein geoffenbartes Wort, die Bibel, wirklich in meinem Leben und dem meiner Gemeinde?

Könnten die unzulänglichen oder unbiblischen Antworten auf diese zwei Fragen in meinem deinem Leben oder im Leben deiner Gemeinde die Ursache sein, weshalb es uns sowohl persönlich als auch als Gemeinde an einem erfüllten Glaubensleben und echter Erweckung fehlt?

In Seinem Wort verbindet unser Herr die richtigen Antworten und deren Umsetzung mit zahlreichen klaren Verheißungen, z.B.:

„Der HERR hat Wohlgefallen an denen, die ihn fürchten…“  (Ps. 147:11)
„Glückselig der Mann, der den HERRN fürchtet“  (Ps. 112:1
„Die Furcht des Herrn ist der Weisheit Anfang…“  (Ps. 111:10)

Und wenn wir Gott nicht nur als den lieben himmlischen Dienstleister für irdisches und ewiges Wohlergehen und Wunscherfüllung sehen, sondern zuallererst als den absolut Heiligen und Gerechten Gott, als das „verzehrende Feuer“ (Heb. 12:29), dann werden wir auch Sein geoffenbartes Wort nicht verachten, so wie es „die Gottlosen“ kennzeichnet (Ps. 119:155; Spr. 1:7).

Dann nehmen wir das Wort Gottes als das, was es ist, nämlich als „lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und durchdringend bis zur Scheidung von Seele und Geist, sowohl der Gelenke als auch des Markes, und ein Beurteiler der Gedanken und Überlegungen des Herzens.“ (Heb. 4:12)  Und dann gilt auch die weitere Verheißung:

„…auf diesen will ich blicken: auf den Elenden und den, der zerschlagenen Geistes ist und der da zittert vor meinem Wort.“  (Jes. 66:2b).

Lasst uns zurückkehren zu einem erweckten, erfüllten Glaubensleben in der Nachfolge unseres Herrn, gegründet auf die Gott gewollte Haltung sowohl gegenüber unserem Herrn selbst als auch gegenüber Seinem Wort.

Und dann werden wir auch Seine damit verbundenen Verheißungen genießen dürfen. Und dann wird sich auch unser Leben – sei es persönlich oder als Gemeinde – grundlegend verändern.

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