Evangelikale Apathie und der Kampf um die Wahrheit

Georg Walterwide01

Die evangelikale Bewegung selbst ist zu einem Monstrum geworden, ihre beträchtliche Größe und Wahrnehmbarkeit verdeckt ihr fast völliges Versagen.

John MacArthur schreibt in seinem Buch The Truth War (dt. Ausgabe: Der Kampf um die Wahrheit):

„Die modernen Experten für Gemeindewachstum scheinen kein Vertrauen in die Kraft der Schrift zu haben. Sie sind überzeugt, dass das Evangelium „kontextualisiert,“ angepasst und für jede Generation neu verpackt werden muss. Vierzig Jahre dieser Methode hat Evangelikalen im Großen und Ganzen zu Personen gemacht, die in der Lehre ungeschult sind, vollkommen unvorbereitet, die Wahrheit zu verteidigen und fast ohne ein Bewusstsein, wieviel auf dem Spiel steht. Die evangelikale Bewegung selbst ist zu einem Monstrum geworden, ihre beträchtliche Größe und Wahrnehmbarkeit verdeckt ihr fast völliges Versagen. Eines ist gewiss: die schwerfällige Bewegung, die die meisten Leute als „evangelikal“ bezeichnen, setzt sich aus einer großen Zahl von Menschen zusammen, die sich auf der falschen Seite im Kampf um die Wahrheit befinden.

Wir sind in die gleiche Situation zurückversetzt, in der sich die Gemeinde vor einhundert Jahren befand, als die Modernisten eifrig damit beschäftigt waren, den christlichen Glauben neu zu erfinden. Die evangelikale Bewegung ist weit davon entfernt, eine starke Stimme und eine machtvolle Kraft für die Wahrheit zu sein; stattdessen ist sie selbst zum zentralen Kampffeld geworden.“

——-o——-

aus:  John MacArthur, The Truth War, Nelson, 2007, S. 165-68.

©…bis es scheidet zwischen Seele und Geist

 

Dieser Beitrag wurde unter Bibel - Das Wort Gottes, Buchempfehlung, Evangelium Jesu Christi, Gemeindewachstum, Postmodern-Kontextual-Emergent, Wahrheit & Weisheit abgelegt und mit , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.