Wenn ich schwach bin, bleibt Er stark

Das Leben des Richard Baxter (1615–1691)

Thomas Lange*

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Er gehört wohl eher zu den unbekannteren Puritanern – was jedoch ganz dem Wunsch Richard Baxters
entspricht. Sein größtes Anliegen war es, Jesus Christus nachzufolgen und in seinem Leben nach nichts
anderem zu trachten, als nach Gottes Ehre (Ps 115,1). Seine knapp gehaltene Biografie gibt einen Einblick in das Leben eines Mannes, den Gott trotz seiner gesundheitlichen Schwachheit enorm gebraucht hat, weil sein Herz für Gott brannte.

Dieser wertvolle,  im 3L Verlag erschienene Lebensbericht enthält das Leben dieses außergewöhnlichen Mannes von seiner Geburt bis zu seinem Tode. Ein tief beschämendes und zugleich ermunterndes Vorbild für Gesunde wie auch für Kränkliche unter seinen Dienstgenossen. Es ist wahrhaftig erstaunlich, dass ein so außerordentlicher Geist in einer so “morschen Hülle“ wohnen konnte und dieser Mann es schaffte mit einem so äußerst kranken Körper dennoch ein langes Leben von 76 Jahren – bei tiefer Innerlichkeit der verborgenen Gemeinschaft mit Gott – in einer fast beispiellosen Tätigkeit zu arbeiten, teils als Schriftsteller, teils und vorzüglich als Seelsorger.

Baxters Leben ist ein beeindruckendes Beispiel der Gnade Gottes in dem scheinbaren Gegensatz von menschlicher Schwäche und Gottes Stärke. Die Kombination von völliger körperlicher Schwäche, gepaart mit allen möglichen Krankheiten und der andererseits immens großen Wirkung seines Dienstes ist ein Geheimnis, dass nur aus einer geistlichen Perspektive recht beurteilt werden kann. Tatsächlich erwies sich Baxters körperliches Leid als seine größte Stärke im Dienst für Christus:

„Seine schweren Krankheiten stellten ihn unab­lässig an die Tore des Todes und machten ihm stets den Augenblick gegenwärtig, welcher sich dem Gesunden gewöhnlich als Endpunkt einer langen Laufbahn darzustellen pflegt. Sein Herz zog ihn aufwärts und weg von der Erde, auf wel­cher er so viel litt. Er sehnte sich in das Land der ewigen Gesundheit. Seine Predigten und Schrif­ten bekamen dadurch jene Intensität, durch die sie etwas so Anziehendes haben; und zugleichpredigte er immer, wie wir es in seiner Schrift‚The Reformed Pastor‘ (Das Predigeramt aus derSicht eines Puritaners) finden, wie von der Not gedrängt, wie ein Sterbender, welcher eilt, sich eines dringenden, wichtigen Auftrags zu entledi­gen.“

„Der Gedanke, dass er bald aus der Welt abge­rufen werden könnte, trieb ihn, alle Furcht und Ängstlichkeit zu überwinden und es als einen großen Lohn anzusehen, wenn er auch nur fürwenige Menschenseelen das Werkzeug ihrer Ret­tung werden könnte.“

Die Herausgeber der Biografie schreiben über diesen Diener des Höchsten:

„Es ist wahrhaftig erstaunlich, dass ein so außer­ordentlicher Geist in einer so morschen Hüllewohnen konnte und dieser Mann es schaffte, mit einem so äußerst kranken Körper dennoch einlanges Leben von 76 Jahren – bei tiefer Innerlich­keit der verborgenen Gemeinschaft mit Gott – in einer fast beispiellosen Tätigkeit zu arbeiten, teilsals Schriftsteller, teils und vorzüglich als Seelsorger.“

Baxters Leben ist beeindruckend und fordert uns heraus, unser Leben zu überdenken. Es ist ein tief beschämendes und zugleich sehr ermunterndes Vorbild für Gesunde und für Kranke. Schließlich ist Richard Baxter ein lebendiger Beweis für die Wahrheit, dass Gott in den Schwachen mächtig ist: „… denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark.“ (2Kor 12,10)

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