Märtyrer früher „Brüdergemeinden“ des 16. und 17. Jahrhunderts

Der blutige Schauplatz oder Märtyrerspiegel der Taufgesinnten oder wehrlosen Christen, die um des Zeugnisses Jesu, ihres Seligmachers, willen gelitten haben und getötet worden sind, von Christi Zeit bis auf das Jahr 1600.

Als Geschenk für die Feiertage – oder auch für Täuflinge – könnte ein neues altes Büchlein gut dienen. „Gute Nacht, gute Nacht, Gott gebe Gnade!“ ist ein gerade erschienener Auszug aus einem im Original weit über 1000 Seiten umfassenden Werk des 17. Jahrhunderts mit dem Titel „Der Märtyrerspiegel“.

In der neuen Kurzfassung wurden viele der Zeugnisse der Glaubenszeugen unverändert übernommen, zum Teil aber auch durch eigene Recherchen ergänzt. Das vorliegende Buch gibt einen Einblick in die freudige Glaubenszuversicht der ersten „Brüder“ – wie sie sich selbst gerne nannten.

Wie das umfassende Originalwerk beschreibt das neue Büchlein zum Teil ausführlich, auch anhand von Originaldokumenten, den Glauben und die Leiden vieler „Brüder“, d.h. Gläubiger, die sich hinsichtlich Gläubigentaufe, Abendmahl, Gemeindeverständnis und Glaubensleben nur am Wort Gottes orientieren wollten – und dafür zumeist einen hohen Preis bezahlen mussten. Von ihren Feinden wurden sie oft „Wiedertäufer“ oder einfach „Täufer“ beschimpft.

Auf rund 1300 Seiten wird die Geschichte dieser Gläubigen erzählt, beginnend mit der Steinigung des Stephanus bis zu einem Hans Landis, der 1614 wegen seines Bekenntnisses in Zürich hingerichtet wurde – insgesamt fast 1400 dieser „Brüder“, die den grausamen Verfolgungen durch den Staat und die mit ihm verbündeten Volkskirchen zum Opfer fielen. Hinzu kommen die zum Teil namenlosen Märtyrer der Waldenser und anderer von den offiziellen Kirchen als Ketzer und Häretiker bezeichneter Bewegungen. Die erste deutsche übersetzung des niederländischen Werkes erschien 1748.

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