WIE KOMMT UNSERE BOTSCHAFT HEUTE NOCH AN?

Wilhelm Busch

„Wie kommt unsere Botschaft heute noch an?“ fragen wir. Vielleicht kommt sie darum nicht mehr an, weil wir unsere Botschaft an den Mann bringen wollen. Aber dazu haben wir gar keinen Auftrag. Wir haben Gottes Botschaft zu sagen.

Paulus schrieb an die Thessalonicher: „Darum danken wir auch ohne Unterlass Gott, dass ihr, da ihr empfingt von uns das Wort göttlicher Predigt, es aufnahmt nicht als Menschenwort, sondern wie es denn wahrhaftig ist, als Gottes Wort…“ […]

Statt den Menschen zu sagen, wie man zum Frieden mit dem lebendigen Gott kommt, wälzt man Probleme. Anstatt das Kreuz Jesu im Mittelpunkt zu lassen und von „Sünde“ und „Buße“ und „Bekehrung“ und „Versöhnung“ und „Vergebung der Sünden“ zu sprechen, gibt man „Lebenshilfe“. Statt zu zeigen, wie man durch den Geist Gottes geheiligt wird, versucht man, dem Menschen zu helfen, sich im Leben zurechtzufinden — und wird doch selber nicht mit der kleinsten Sünde fertig. Dass Gott erbarm! Der Welt ist nichts gelegen an „unserer“ Botschaft. Es ist ihr auch nicht geholfen mit „unserer“ Botschaft.

Was die Welt braucht, ist die Botschaft Gottes: „So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“

Ich weiß, dass mir jetzt entgegengehalten wird: „Das gerade wollen und können unsere Zeitgenossen nicht mehr hören.“ Darauf antworte ich: Wenn Gottes Wort der Ansicht ist, daß der Mensch zu seiner Heilung dies braucht, dann wollen wir nicht klüger sein als Gott, dann sollten

wir ihm dies Heilmittel anbieten. Und dann werden wir auf einmal die erstaunliche Entdeckung machen: Diese Botschaft kommt an. Sie kommt an, weil Er sich zu ihr bekennt. […]

Predige das Evangelium zur Zeit und zur Unzeit“, sagt die Bibel. Nun, ehe wir anfangen, ist eigentlich immer Un-Zeit. Aber wenn wir im Glauben die biblische Wahrheit bezeugen, zeigt sich: Es ist gerade die Zeit Gottes.

Allerdings kann diese göttliche Botschaft nur dann ankommen, wenn wir selbst von Herzen glauben. […]

Wir werden heute sehr ernst stillschweigend gefragt: „Glaubst du wirklich selbst dem Wort der Bibel? Dann wollen wir dir zuhören. Sonst aber lohnt es sich nicht.“

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