Der Islam im Licht der Bibel (6): Die Lehre Mohammeds aus Biblischer Sicht (II.)

Benedikt Peters

(In mehreren Folgen sollen stichpunkthaft die Lehr- und Glaubensgrundlagen des Islam mit denen des christlichen Glaubens verglichen werden. Ziel soll es sein, besser zu verstehen, was die Gemeinsamkeiten und was die Unterschiede sind.

Folgende Themenbereiche werden dabei behandelt:

1. Das vorislamische Arabien
2. Leben und Wirken Mohammeds
3. Die Glaubenslehre Mohammeds
4. Die Pflichtenlehre Mohammeds
5. Die Lehre Mohammeds in biblischer Sicht)


 

5. Die Lehre Mohammeds in biblischer Sicht (II.): Der Sohn Gottes

Der Christ und Bibelleser stellt an jede Religion, Philosophie oder Weltanschauung und mithin auch an den Koran folgende drei Fragen:

  1. Was sagt der Koran über Gott?
  2. Was sagt der Koran über den Sohn Gottes?
  3. Was sagt der Koran über das Wort Gottes?

 

ii.) Was sagt der Koran über Jesus Christus?

Im Koran finden sich zahlreiche Titel Jesu, die wir in der Bibel finden, als da sind: Sohn Marias, der Messias, das Wort Gottes, Gesandter Gottes, Knecht Gottes, Prophet. Zudem wir er Geist Gottes und Wort der Wahrheit genannt. Im Koran findet sich die Jungfrauengeburt Jesu, Seine Sündlosigkeit, zahlreiche Seiner Wunder ­ allerdings auch Wunderliches und Unhistorisches, das Mohammed aus apokryphen Evangelien und Jesuserzählungen gehört hatte ­, seine Wiederkunft (allerdings grotesk entstellt). Aber die beiden entscheidenden Wahrheiten über die Person Jesu von Nazareth werden geleugnet; nicht einfach verschwiegen, sondern polemisch bekämpft, als das sind:

  • die Gottheit Jesu Christi
  • der Tod Jesu Christi

Keine der Weltreligionen bekämpft so offen und so direkt die Gottessohnschaft Jesu Christi wie der Islam. Nach biblischer Terminologie ist jede Lehre, welche den Vater und den Sohn leugnet, eine antichristliche Lehre (1Jo 2:22). Als solche muß darum das Judentum gelten, und als solche muß mehr als jede andere Ideologie die Religion Mohammeds gelten.

  • Ist nämlich Jesus Christus nicht Gott, kann Er uns nicht retten; er möchte hundertmal sündlos sein, wie auch der Koran bezeugt;
  • ist er aber ein bloßes Geschöpf, ist ein bloßer Mensch ­ wenn auch ein außergewöhnlicher, so kann er niemanden von dessen Sünden befreien, so nützt sein stellvertretender Tod niemandem außer ihm selbst.
  • Er muss Gott sein, wenn Sein Tod den Tod aller, die Ihm vertrauen, aufwiegen soll. Er muss Gott sein, wenn Sein Tod die Sünde der Welt wegnehmen soll. Der Koran sagt zur Gottheit Jesu Christi:

»Und sie sprechen: „Gezeugt hat der Erbarmer einen Sohn.“ Wahrlich, ihr behauptet ein ungeheuerlich Ding. Fast möchten die Himmel darob zerreißen und die Erde möchte sich spalten und es möchten die Berge stürzen in Trümmer, daß sie dem Erbarmer einen Sohn beilegen, dem es nicht geziemt einen Sohn zu zeugen« (19:91-­93).

Entweder spricht der Koran die Wahrheit oder die Bibel spricht die Wahrheit. Beides kann nicht stimmen; denn wir lesen in 1. Joh. 5,10:

»Wer an den Sohn Gottes glaubt, hat das Zeugnis in sich selbst; wer Gott nicht glaubt, hat ihn zum Lügner gemacht, weil er nicht an das Zeugnis geglaubt hat, welches Gott gezeugt hat über seinen Sohn.«

Keine der Weltreligionen bekämpft offen und polemisch die Wahrheit von Kreuzestod Jesu Christi. Der Koran erklärt:

»Sie (die Juden) sprachen: „Siehe, wir haben den Messias Jesus, den Sohn der Maria, den Gesandten Allahs, ermordet.“ doch ermordeten sie ihn nicht und kreuzigten ihn nicht, sondern einen ihm Ähnlichen … darum verfluchen wir sie.« (4:156).

Der Tod Jesu Christi ist neben Seiner Gottheit die zweite Säule, auf der unser Heil ruht. Daher heißt es im Neuen Testament, daß Er sterben mußte. Er ist das »Lamm Gottes«, das zur Schlachtbank geführt wird (Apg 8:32); er hat Seine Seele ausgeschüttet in den Tod (Jes 53:11); durch den Tod hat er den zunichte gemacht, der die Macht des Todes hat, das ist den Teufel (Heb 2:14). Ist Er aber nicht gestorben, gibt es keine Vergebung. Er mag hundertmal sündlos und er mag hundertmal göttlich sein; ist Er nicht stellvertretend für Sünder in den Tod gegangen, gibt es keine Vergebung.

Nun begnügt sich der Koran nicht damit, eine der beiden Grundwahrheiten des Evangeliums ­ die Gottheit und den stellvertretenden Tod des Herrn ­ zu leugnen, was schon genügt hätte, um die Heilslehre zu zerstören. Er muß gleich beides frontal angreifen und behauptet kühn: Jesus Christus ist nicht Gottes Sohn; Jesus Christus ist nicht am Kreuz gestorben. Es wird damit deutlich, daß alle äußerliche Ähnlichkeit des Islam mit dem Christentum nur Schein ist. Der Islam ist die dem Christentum am diametralsten entgegenstehende aller Religionen und Heilslehren. Er ist Antichristentum in reinster Form.

Zum 1. Teil <–                                  –> Was sagt der Koran über da Wort Gottes?

–> Jesus ist Gott – Jesus is God!

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Originalartikel veröffentlicht HIER als Auszug aus dem Buch:

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