Der Islam im Licht der Bibel (3): Die Pflichtenlehre Mohammeds

Benedikt Peters

(In mehreren Folgen sollen stichpunkthaft die Lehr- und Glaubensgrundlagen des Islam mit denen des christlichen Glaubens verglichen werden. Ziel soll es sein, besser zu verstehen, was die Gemeinsamkeiten und was die Unterschiede sind.

Folgende Themenbereiche werden dabei behandelt:

1. Das vorislamische Arabien
2. Leben und Wirken Mohammeds
3. Die Glaubenslehre Mohammeds
4. Die Pflichtenlehre Mohammeds
5. Die Lehre Mohammeds in biblischer Sicht)


 

Die Pflichtenlehre des Islam (A)

Wie die Glaubenslehre so ist auch die Pflichtenlehre ein Plagiat der christlich­jüdischen Glaubenswelt; sie verwendet lauter Begriffe, die jedem Bibelleser vertraut sind; der Inhalt ist freilich wie in einem Zerrspiegel teilweise grotesk verbogen. Im Folgenden ein kurzer Abriss über die 5+1 Säulen (Pflichten) des Islam

a.) Das Glaubensbekenntnisschahada

»Es gibt keinen Gott außer Allah und Mohammed ist sein Prophet.« Das ist eine deutliche Nachahmung des jüdischen Schmema’ Jisra’el: »Höre Israel: Der HERR,
unser Gott, ist ein einziger HERR!« (5Mo 6,4).

b.) Das rituelle Gebet – salat

Fünfmal des Tage muß der Moslem beten und sich, nach Mekka gewandt, insgesamt 34mal vor Allah niederwerfen und bekennen, dieser sei der Größte. Jeder Muslim in der ganzen Welt spricht sein bis auf die letzte Silbe vorformuliertes Gebet auf Arabisch. Die Körperhaltung, die Bewegungen und die Anzahl Gebetsabläufe sind bei jeder der fünf befohlenen Gebetszeiten peinlich genau vorgeschrieben.

c.) Das Fasten – saum

Einen Monat im Jahr fastet der Moslem von kurz vor Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang.

d.) Das Almosengeben – zakat

2,5 % des frei verfügbaren Vermögens gibt der Moslem einmal im Jahr (am Ende des Fastenmonats) an die Armen.

e.) Die Pilgerreise – haddsch

Einmal im Leben sollte jeder Moslem nach Mekka pilgern und die von Mohammed etablierten Riten der Wallfahrer vollführen.

f.) Der Heilige Krieg ­ — Dschihad

Aus islamischer Sicht besteht die Welt aus zwei Lagern, dem Dar ul­ Islam, dem »Haus des Islam«, und dem Dar ul ­Harb, dem »Haus des Krieges«. Das »Haus des Islam« ist jener Teil der Welt, der dem Islam unterworfen ist, das »Haus der Krieges« ist jener Teil der Welt, der durch Krieg noch dem Islam zu unterwerfen ist. Dieser Krieg zur Ausbreitung des Islam heißt »heiliger Krieg«, arabisch Dschihad. Daß der Gründer des Islam durch kriegerische Aktionen die neue Religion zum Sieg führte, ist ein Gemeinplatz und zudem eine Tatsache, dessen die Muslime sich nicht etwa schämen, im Gegenteil. Der Franzose macht in seinem Buch »Die unerbittlichen Erlöser« die sehr bedenkenswerte Feststellung:

»Mohammed ist der einzige Religionsgründer, der auch ein Eroberer war. Warum sollten wir das vergessen?«

Der ideale Muslim ist nach muslimischem Verständnis ein mächtiger Mann, ein erfolgreicher Krieger, ein Herrscher unter den Menschen. Leiden, Verzichten, Verlieren, Unterliegen ist im Islam nicht vorgesehen. Arnold Hottinger, ein verstohlener Judenhasser und offener Araberfreund, der also sicher nicht aus antimuslimischem Vorurteil heraus schreibt, sagt in seinem Buch „Die Araber vor ihrer Zukunft“ (Verlag NZZ, 1988) ganz richtig, daß für jeden Muslim selbstverständlich ist: »Der Islam herrscht, er wird nicht beherrscht«. Darum sei den Muslimen Libanons eine christliche Regierung unannehmbar.
Weil nun der Islam die von Allah verfügte Ordnung sei, die die ganze Welt zu umfassen habe, ist jeder Muslim verpflichtet dafür zu kämpfen, daß dieses Ziel möglichst bald erreicht werde ­ und das mit allen Mitteln:

  • Ihr sollt mit ihnen kämpfen, oder sie werden Muslime (48:16)
  • Er ist´s, der seinen Gesandten mit der Leitung und der Religion der Wahrheit entsandt hat, um sie über jede andere Religion siegreich zu machen, auch wenn es den Götzendienern zuwider ist (61:9)
  • Dies nennt der Koran »Kämpfen im Weg Allahs«. Die Aufforderungen zu solchem Kampf sind häufig und recht eindeutig:
  • Und erschlagt sie [die Juden und Christen], wo immer ihr auf sie stoßt (2:187)
    Und bekämpft sie, bis die Verführung aufgehört hat und der Glaube an Allah da ist (2:189)
  • Nehmt keinen von ihnen zum Freund…Und so sie den Rücken kehren, so ergreifet sie und schlagt sie tot, wo immer ihr sie findet (4:91)
  • So haut ein auf ihre Hälse und haut ihnen jeden Finger ab (8:12)
  • Und nicht ihr erschluget sie, sondern Allah erschlug sie (8:17)
  • Und kämpft wider sie, bis kein Bürgerkrieg mehr ist, und bis alles an Allah glaubt (8:40)
    Sind aber die heiligen Monate verflossen, so erschlagt die Götzendiener, wo ihr sie findet, und packt sie und belagert sie und lauert ihnen in jedem Hinterhalt auf (9:5)
  • Bekämpft sie; Allah wird sie strafen durch eure Hände (9:14)
  • Kämpft wider jene von denen, welchen die Schrift gegeben ward, die nicht glauben an Allah… Allah schlag´ sie tot! Wie sind sie verstandeslos! (9:29,f)
  • O du Prophet, streite wider die Ungläubigen und Heuchler und verfahre hart mit ihnen (9:74)
  • [Denen gehört das Paradies], die auf dem Wege Allahs streiten, die töten und getötet werden; ihnen gehört die wahre Verheißung (9:112)
  • O ihr, die ihr glaubt, kämpft wider die Ungläubigen an euren Grenzen, und wahrlich, laßt sie die Härte in euch verspüren. Und wißt, daß Allah mit denen ist, die ihn fürchten (9:124).
  • Und wenn ihr die Ungläubigen trefft, dann herunter mit dem Haupt, bis ihr ein Gemetzel unter ihnen angerichtet habt; dann schnüret die Bande…Und diejenigen, die in Allahs Weg getötet werden…einführen wird er sie ins Paradies (47:4­7)
  • Werdet daher nicht matt und ladet sie nicht ein zum Frieden, während ihr die Oberhand habt; denn Allah ist mit euch (4:37)
  • Ihr sollt mit ihnen kämpfen, oder sie werden Muslime (48:16)
  • Er ist´s, der seinen Gesandten mit der Leitung und der Religion der Wahrheit entsandt hat, um sie über jede andere Religion siegreich zu machen, auch wenn es den Götzendienern zuwider ist (61:9, auch 48:28).

Die Pflichtenlehre weist den Islam als eine Gesetzesreligion aus; der Mensch verdient sich wie in allen von Menschen erfundenen Religionen ­ heißen sie nun Islam, Buddhismus, Hinduismus, Shintoismus oder Sikhismus ­ durch eigene Leistung seine Seligkeit: Er soll

»Gutes vorausschicken, um es wiederzufinden bei Allah« (Sure 73:20; 69:24; 89:25).

Gute Werken heißen zuweilen gar »ein vorteilhafter Handel« (35:26).

Und wie in jeder menschlichen Religion oder Sekte (heiße sie nun Römisch Katholische Kirche oder Wachtturmsgesellschaft) kann der Anhänger nie Gewißheit finden über sein persönliches Schicksal. So ist es denn für den Muslim eine Ausgemachte Sache, daß er ins Paradies eingeht, wenn er alle Pflichten erfüllt hat, wenn Allah will. Und er darf hoffen, daß er durch die Fürsprache Mohammeds ins Paradies eingelassen wird, denn das ist ihm versprochen worden, wenn Allah will, arabisch: ‚in schâ ‚Allah. Nur dann, sonst nicht. Aber ob Allah will, das weiß nur Allah, und er läßt sich von niemandem in die Karten schauen.

Dieses verfluchte »Wenn« hängt dem Muslim wie ein Damoklesschwert über dem Kopf; d.h. wenn er seinen Islam ernster nimmt als die Masse, und manch ein Muslim ist daran schier oder ganz verzweifelt. Abu Bakr, Kampfgefährte und direkter Nachfolger Mohammeds, der erste der vier »rechtgeleiteten Kalifen« (als da waren: Abu Bakr, Omar, Osman, Ali), sagte kurz vor seinem Tod zu Aischa, der Lieblingsfrau Mohammeds, in deren Arme der Prophet gestorben war:

»Ach, liebe Tochter, dies ist der Tag meiner Befreiung und der Erlangung meines Lohnes: Wenn es Freude ist, wird sie dauern; wenn es Kummer und Leid ist, wird es nie aufhören.«

Solche Ungewißheit plagte den zweitfrömmsten Mann in der Geschichte des Islam nach Mohammed; dies, wiewohl der Prophet ihm zu Lebzeiten noch versichert hatte: »Du bist frei vom Feuer«, weshalb Abu Bakr den Beinamen »Atik« (befreiter) trug. Omar, der zweite der rechtgeleiteten Kalifen, vielleicht der drittfrömmste Moslem, der je gelebt hat, sagte auf seinem Totenbett:

»Ich bin nichts anderes als ein Ertrinkender, der die Möglichkeit der Flucht ins Leben sieht und darauf hofft, aber trotzdem Angst hat, er könne sterben und es verlieren, und der so mit Händen und Füßen nach unten taucht. Verzweifelter als der Ertrinkende ist der, welcher beim Erblicken von Himmel und Hölle in der Vision begraben wird … hätte ich den ganzen Osten und Westen, wie gern würde ich alles aufgeben, um von dieser schrecklichen Furcht, diesem Entsetzten, das über mir hängt, frei zu werden … Wehe über Omar, wehe über Omars Mutter, wenn es dem Herrn nicht genehm sein sollte, mir zu verzeihen!«

Zum 1. Teil <–                                                   –> Fortsetzung

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Originalartikel veröffentlicht HIER als Auszug aus dem Buch:

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