Der Islam im Licht der Bibel (2): Die Glaubenslehre Mohammeds

Benedikt Peters

(In mehreren Folgen sollen stichpunkthaft die Lehr- und Glaubensgrundlagen des Islam mit denen des christlichen Glaubens verglichen werden. Ziel soll es sein, besser zu verstehen, was die Gemeinsamkeiten und was die Unterschiede sind.

Folgende Themenbereiche werden dabei behandelt:

1. Das vorislamische Arabien
2. Leben und Wirken Mohammeds
3. Die Glaubenslehre Mohammeds
4. Die Pflichtenlehre Mohammeds
5. Die Lehre Mohammeds in biblischer Sicht)


 

 3. Die Glaubenslehre Mohammeds

Diese zeigt den ganzen jüdischen und christlichen Einfluß, glaubt doch der Moslem an lauter Dinge, die dem Juden und dem Christen aus der Bibel längst vertraut sind, wiewohl sie im Koran in teilweise stark verzerrter Weise erscheinen. Der Moslem glaubt an folgende 6 Dinge, die er alle ohne Ausnahme von Christen und Juden übernommen hatte:

1. Die Lehre von Allah.
Die wichtigste und alle anderen dominierende Lehre ist die von der Einheit und Einzigartigkeit Allahs, der tahwid. Aus dieser folgt die Lehre von der Allmacht und Alleinursächlichkeit Allahs. Er ist Führer und Verführer:
»Wen Allah leitet, der ist rechtgeleitet; und wen Allah irreführt, nimmer findest du einen Helfer für ihn außer ihm« (17:99)

Samuel Zwemer hat in seiner The Moslem Doctrine of God die 99 Namen Allahs nach verschiedenen Gesichtspunkten in folgende sechs Gruppen unterteilt:

7   Namen für die Einheit und Absolutheit Allahs
5   Namen für die Schöpfermacht Allahs
24 Namen für die Barmherzigkeit Allahs
36 Namen für die Macht, den Stolz und die Souveränität Allahs
5   Namen für die Härte und die Rachsucht Allahs
4   Namen für die sittlichen Eigenschaften und für das Richteramt Allahs

2. Die Lehre von den Engeln
Die im Koran belegten Namen der Engel zeigen erneut, daß Mohammed seinen ganzen diesbezüglichen Vorstellungskreis von den Juden und Christen übernommen hatte. Der »Engel der Offenbarung«, der Mohammed den Koran eingab, heißt Dschibrail = Gabriel. Aus Daniel 12 hat Mohammed irgendwo aufgeschnappt, daß die Juden ihren besonderen Schutzengel Namens Mikal = Michael haben. Er weiß von vier Erzengeln zu berichten, die Karrubiyun = Cherubim heißen.

3. Die Lehre von den heiligen Büchern, in Sonderheit des Koran
Allah hat zu verschiedenen Zeiten verschiedenen Völkern heilige Bücher gesandt, oder »herniederkommen lassen« wie der koranische Terminus lautet. So weiß der Koran zu berichten, auf Mose sei die Torah, auf David die Psalmen und auf Jesus das Evangelium »herniedergekommen«. Am Ende aber habe Allah als letzte und für alle Menschen aller nachfolgenden Geschlechter verbindliche Offenbarung den Koran auf Mohammed »herniederkommen lassen«.

4. Die Lehre von den Propheten, insonderheit Mohammeds
Nachdem Allah durch alle Geschlechter und zu allen Völkern Propheten gesandt habe, sei mit Mohammed der letzte Prophet mit der endgültigen und abschließenden Willensbekundung Allahs erschienen. Mohammed = »Siegel der Propheten«

5. Die Lehre vom Tag des Gerichts
Am Ende der Zeit werden alle Menschen auferstehen und vor Allah erscheinen müssen. Er wird die einen ins Paradies einlassen, die andern in die Hölle werfen. Die Idee stammt wiederum aus der Bibel.

6. Die Lehre von der Vorherbestimmung
Aus der obig dargelegten Lehre von der Einheit, Allmacht und Alleinursächlichkeit Allahs ergibt sich zwangsläufig die islamische Lehre von der Vorherbestimmung (Kismet). Diese ist ein Zerrbild der biblischen Lehre von der Erwählung, kann aber auch in ihrer grotesken Verzerrung ihre Herkunft nicht verbergen.

Zum 1. Teil <–                   –> Fortsetzung: Die Pflichtenlehre Mohammeds

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Originalartikel veröffentlicht HIER als Auszug aus dem Buch:

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