Der Islam im Licht der Bibel (1): Leben und Wirken Mohammeds

Benedikt Peters

(In mehreren Folgen sollen stichpunkthaft die Lehr- und Glaubensgrundlagen des Islam mit denen des christlichen Glaubens verglichen werden. Ziel soll es sein, besser zu verstehen, was die Gemeinsamkeiten und was die Unterschiede sind.

Folgende Themenbereiche sollen dabei behandelt werden:

1. Das vorislamische Arabien
2. Leben und Wirken Mohammeds
3. Die Glaubenslehre Mohammeds
4. Die Pflichtenlehre Mohammeds
5. Die Lehre Mohammeds in biblischer Sicht)


 

1. Das vorislamische Arabien

Steinfetischismus: Geister wohnen in auffällig geformten Steinen; Umkreisung des Steines, um dessen Kraft zu bannen; Betasten und Küssen, um von dessen Kraft zu empfangen.

Sternenkult: Al ‚Uzzah, eine Tochter des arabischen Hochgottes Allah, entspricht der römischen Venus = Ischtar. Astrologie und Wahrsagerei ist in jedem islamischen Land bis heute sehr verbreitet.

Wallfahrten zu den Steinheiligtümern. Das wichtigste: die Ka’aba in Mekka. Stamm der Kureisch Hüter des Heiligtums.

Allah, Herr der Ka’aba: In der Ka’aba das hölzerne Idol Hubal = Allah = »Herr der Ka’aba«. Allah = al ‚Ilah = »der Gott«, schon vor Mohammed das höchste Wesen, dem alle übrigen Götter untertan waren.

Die Töchter Allahs:  Drei mekkanische weibliche Gottheiten Manat (Schicksal), al ­Lat (die Göttin) und al­’Uzzah (die Starke) galten als Töchter Allahs; als solche hat sie Mohammed zuerst auch gelten lassen (Sure 53,19­23)

Die Kuraischiten waren die Hüter ihrer Heiligtümer in einem nahe Mekka gelegenen Seitental.

2. Das Leben und Wirken Mohammeds

Geboren in Mekka ca. 570 n. Chr. (Islam einzige nachchristliche der Weltreligionen!). Stamm der Kureisch.

Heirat im Alter von 25 Jahren mit Chadidja, einer reichen Kaufmannsfrau.

Begegnung mit Christen:

Auf der arabischen Halbinsel bestanden christliche Gemeinden; ein Vetter der ersten Frau Mohammeds war Christ. Ein christlicher Mönch weissagte dem zwölfjährigen Mohammed eine große Zukunft. Das Christentum war Mohammed nicht unbekannt; und das wird aus allem, was der Koran über Jesus, die Jünger Jesu und die Christen sagt deutlich. So finden sich viele Dinge im Koran, die der Christ aus der Bibel kennt, vieles ist indes entstellt, manche Verwechslungen liegen vor, so beispielsweise die Verwechslung von Mirjam, der Schwester Moses, mit Maria, der Mutter Jesu (66:12); eine Episode aus dem Leben Gideons wird dem König Saul zugeordnet (2:250); die Vision des Petrus von Apostelgeschichte 10 verfließt in einer krausen Schilderung von einem vom Himmel herabkommenden Tisch mit der Einsetzung des Abendmahls durch den Herrn (5:112­-115).

Erste Offenbarung:

Mohammed empfängt sie im Alter von 40 Jahren. Nach Meditation in der Einöde. Dschibrail = Gabriel erscheint ihm und befiehlt: »Lies!« Sein erster und offizieller Biograph Ibn Ishaq beschreibt das Geschehen ausführlich:

»Als ich schlief, so erzählt der Prophet später, trat der Engel Gabriel zu mir mit einem Tuch wie aus Brokat, worauf etwas geschrieben stand, und sprach:

„Lies!“

„Ich kann nicht lesen“, erwiderte ich.

Da preßte er das Tuch auf mich, so daß ich dachte, es wäre mein Tod. Dann ließ er mich los und sagte wieder:

„Lies!“

„Ich kann nicht lesen“, antwortete ich.

Und wieder würgte er mich mit dem Tuch, daß ich dachte, ich müßte sterben. Und als er mich freigab, befahl er erneut:

„Lies!“

Und zum dritten Male antwortete ich:

„Ich kann nicht lesen.“

Als er mich dann nochmals fast zu Tode würgte und mir wieder zu lesen befahl, fragte ich aus Angst, er könnte es nochmals tun:

„Was soll ich lesen?“

Da sprach er:

„LIES IM NAMEN DEINES HERRN, DES SCHÖPFERS, DER DEN MENSCHEN ERSCHUF AUS GERONNENEM BLUT! LIES! UND DER EDELMÜTIGSTE IST DEIN HERR, ER, DER DAS SCHREIBROHR ZU BRAUCHEN LEHRTE, DER DIE MENSCHEN LEHRTE, WAS SIE NICHT WUSSTEN.“  (Sure 96:1­5)

Ich wiederholte die Worte, und als ich geendet hatte, entfernte er sich von mir. Ich aber erwachte, und es war mir, als wären mir die Worte ins Herz geschrieben.
Sodann machte ich mich auf, um auf den Berg zu steigen, doch auf halber Höhe vernahm ich eine Stimme vom Himmel:

„O Mohammed, du bist der Gesandte Allahs, und ich bin Gabriel!“

Es folgten weitere Offenbarungen; die Symptome, die den Empfang seiner Visionen und Auditionen begleiteten, waren nach seiner Schilderung die folgenden: Die Offenbarung kündigt sich durch Getöse wie von einer Glocke an; dann wurde er jeweils von einem Schlag getroffen.

»Niemals kommt die Offenbarung zu mir, ohne, daß ich glaube, meine Seele würde mir genommen.«

Er fiel zuweilen auf den Boden, als sei er betrunken, und brüllte wie ein Kamelfohlen. Diese Äußerungen wie auch die von Gabriel ausgehende Nötigung sind nach biblischer Maßgabe alles Wirkungen eines knechtenden und den Menschen zur Marionette degradierenden Geistes. Der Heilige Geist hingegen wirkt Freiheit (2Kor 3:17) und Selbstbeherrschung (Gal 5:22) und damit das Gegenteil von Trunkenheit (Eph 5:18).

Nach der ersten Offenbarung Verzweiflung; Selbstmordversuch; durch Chadidja wird er getröstet und im Glauben an seine Sendung bestärkt. Nach der zweiten Offenbarung beginnt M. zu predigen:

  • Allah ist der einzige Gott
  • Der Tag des Gerichts

Widerstand der Mekkaner, die um ihr Geschäft mit den Ka’aba-­Pilgern bangen.

Hidschra: Im Jahre 622 wandert Mohammed mit seinen Getreuen aus nach Jatrib = Madinat-un-Nabbi = »die Stadt des Propheten«. Wird dort vom Prediger zum Staatsmann.

Begegnung mit Juden:

Übernahme jüdischer Gepflogenheiten:

  • Fasten am Jom Kippur
  • Gebet Richtung Jerusalem
  • Rituelle Waschungen
  • Reine und unreine Speisen
  • Beschneidung

Juden verwerfen seinen Prophetenanspruch; daraus erwächst der islamische Judenhaß (siehe Suren 4:47,48,158,159; 5:45,46; 9:30; 58:15-18), und die Abgrenzung von den Juden:

  • Beten Richtung Mekka statt Jerusalem
  • Fasten im Ramadan statt am Jom Kippur
  • Neue Interpretation der vorangegangenen Offenbarungen
  • Abraham ist der Vater der Muslime, Ismael und nicht Isaak ist sein echter Sohn.

Die Vernichtung der Juden: In drei gegen die drei in und um Jatrib lebenden jüdischen Sippen geführten Schlägen werden diese politisch und militärisch vernichtet; d.h. enteignet, zur Auswanderung gezwungen oder umgebracht. Auf die Vernichtung der Juden folgt die bleibende Stigmatisierung der Juden:

Der Koran hat ihnen ein Denkmal ihrer Verstocktheit, Bosheit, Hinterlist und Feindseligkeit gesetzt. Ein gezielte Verleumdung des Glaubens der Juden ist die Sure 9:30:

»Es sprechen die Juden: „Esra ist Allahs Sohn.“…Solches ist das Wort ihres Mundes. Sie führen ähnliche Reden wie die Ungläubigen von zuvor. Allah schlage sie tot! Wie sind sie verstandeslos!«

Der Juden wird im Koran angelastet, sie hätten alle Stellen aus ihren heiligen Schriften getilgt, die das Kommen Mohammeds ankündigten (Sure 2:159; 5:13)

Sieg über die Mekkaner: In vier Schlachten bleibt Mohammed siegreich; im Jahre 632 Rückkehr nach Mekka.

Mekka und die Ka’aba die Mitte islamischer Frömmigkeit; das Baitullah = »Haus Allahs« bleibt Baitullah; Allah bleibt »Herr der Ka’aba«. Die von Mohammed in der Wallfahrt von 632 begangenen Handlungen werden zum Vorbild für jeden Mekka­-Pilger bis zum heutigen Tag.

Tod des Propheten im Jahre 632. 732 werden die arabischen Heere bei Tours und Poitiers geschlagen. Die Liste der Eroberungen ist eindrücklich: 635 Damaskus; 641 Ägypten; 644 Persien; 691 die Atlantikküste (der Maghreb); 711 Spanien, die Indusebene.

–> Fortsetzung: Die Glaubenslehre Mohammeds

<– Christenverfolgung vs. Gottes Liebe gegenüber Muslimen

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Originalartikel veröffentlicht HIER als Auszug aus dem Buch:

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