Christen müssen Buddha mögen!?

3. Fortsetzung des Beitrags „Was darf (noch) gepredigt werden?“

Heute der dritte kommentierende Beitrag zum aktuellen Fall des Bremer Pastors Olaf Latzel.

  1. Der Fall Latzel und die Intoleranz der neuen Toleranz
  2. #Wir sind Olaf
  3. Christen müssen Buddha mögen!?
  4. Christenverfolgung vs. Gottes Liebe gegenüber Muslimen
  5. Friede oder Wahrheit – Was ist der heutigen Christenheit wichtiger?

 

3.  Christen müssen Buddha mögen!?

Es ist schon erstaunlich, wie dieselben Leute, die noch vor zwei Wochen blasphemische Karikaturen des französischen Satire- Magazins „Charlie Hebdo“ als Ausdruck der Pressefreiheit gefeiert haben jetzt über den Pastor einer Bremer Kirche herfallen, weil der den Islam in seiner Predigt kritisierte.

Gerade linke Journalisten hatten sich vehement für eine massenhafte Verbreitung der Karikaturen eingesetzt, die den Islam und alle Muslime radikal beleidigten. Infolge der Sonderauflage von „Charlie Hebdo“ wurden dann weltweit über hundert Kirchen abgebrannt und zahlreiche Christen ermordet. Kaum einer derer, die das ausgelöst hatten, äußerte später Bedauern über diese Vorfälle. Im Interesse der eigenen Meinungsfreiheit nahm man diese Opfer billigend in Kauf.

Jetzt (29.1.2015) beschweren sich Politiker der Grünen und der Linkspartei in den öffentlich- rechtlichen Medien lautstark über Pastor Olaf Latzel, von der

St.-Martini-Kirche in Bremen. Der forderte seine Gemeinde auf, keine Buddha- Statuen aufzustellen und äußerte, Christen und Muslime hätten nicht dasselbe Gottesbild.

Eigentlich sagte der Pfarrer damit lediglich etwas volkstümlich, was in jedem Fachbuch der Religionswissenschaft nachzulesen ist: „Christen glauben gemeinhin a

n einen dreieinigen Gott. Muslime halten das für eine schlimme Gotteslästerung.“ Das auch auszusprechen sollte eigentlich kein Problem sein. Und wenn Bremer Muslime die blasphemischen Karikaturen von „Charlie Hebdo“ ertragen haben, wird ihnen die Feststellung dessen was sie sowieso schon wissen, wenig Probleme bereiten: Christen und Muslime haben ein grundsätzlich anderes Gottesbild.

Es ist nur wenig glaubwürdig, dass sich Linke und Grüne, die blasphemische Karikaturen über Mohammed und den Islam begrüßen, plötzlich wegen der weit harmloseren Predigt eines lutherischen Pfarrers als Wächter des religiösen Friedens aufspielen.

Wenn man den knappen Zitaten der Presse glauben kann, hat sich der Pfarrer allerdings etwas stark und vielleicht sogar überzogen ausgedrückt. Bei einer engagierten Rede ist das aber wohl keine Seltenheit. Was er konkret ausgesagt hat, sollte für einen von seinem Glauben überzeugten Christen nicht weiter überraschend sein. Knapp ließe sich das auf die Aussage reduzieren: „Christen sind keine Muslime und auch keine Buddhisten, deshalb stellen sie sich keinen Buddha in den Garten und beten nicht in der Moschee.“

Wollen Christen den linken Gesinnungswächtern entsprechen sollten sie zukünftig also regelmäßig blasphemische Mohammed- Karikaturen konsumieren, ohne aber einem Muslim gegenüber anzudeuten, dass sie möglicherweise verschiedene Gottesbilder haben. Außerdem sollten Christen, um ihre Toleranz zu beweisen, gut sichtbar eine Buddha- Statue auf dem Wohnzimmerregal platzieren.

Michael Kotsch

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* Rebloged von: Bibelkreis München, 30.01.2015

<– Teil 1 der Serie

  –> 4. Christenverfolgung vs. Gottes Liebe gegenüber Muslimen

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