Was glauben wir eigentlich? (9)

Was uns das Wort Gottes lehrt – Glaubensüberzeugungen und zentrale Anliegen einer örtlichen Gemeinde – Ein Beispiel


Helmi Berkah

 Fortsetzung von Teil 8: Die Gemeinde (B) – Die Ortsgemeinde

5. Die Gemeinde (C)

5.3. Gaben und Befähigungen

Wir glauben, dass Gott jedem Gläubigen geistliche Gaben gibt, die zum Dienst, zur Erfüllung ihrer Aufgaben und zum Wohl der örtlichen Gemeinde notwendig sind.1 Aus diesem Grund sind alle Heiligen zum Dienst in der Gemeinde berufen.2

Dienstgaben

Zum einen gibt Er Männer, die von Ihm dazu auserwählt und begabt sind, die Heiligen bzw. Glieder der Gemeinde für die Ausübung der vielfältigen Dienste auszurüsten und anzuleiten, so dass die Dienste und Aufgaben in der örtlichen Gemeinde von der Gesamtheit ihrer Glieder getan werden kann.3

Zum anderen gibt Er jedem einzelnen Gläubigen als Glied des Leibes Christi individuelle und besondere geistliche Fähigkeiten. Ihr verantwortungsvoller Gebrauch ist für das gemeinschaftliche Wohl und die Auferbauung der Gemeinde und ihrer Glieder bestimmt4 und ist im Rahmen der Gemeindezusammenkünfte den Regelungen des Neuen Testaments, insbesondere den geschlechtsspezifischen Aufgabenzuweisungen unterworfen.5

Wir glauben, dass diese beiden Gruppen von Dienstgaben der Gemeinde Jesu Christi zu allen Zeiten ihres irdischen Daseins, d.h. von Pfingsten bis zu ihrer Entrückung in den Himmel, gegeben sind.

Zeichengaben

Wir glauben, dass der Gemeinde Jesu Christi in ihrer Anfangsphase neben den o.a. Dienstgaben auch besondere Zeichen- bzw. Wundergaben göttlicher Offenbarung und Heilung gegeben wurden. Diese waren zeitlich begrenzt auf die Zeit der Apostel, um die Glaubwürdigkeit ihrer Botschaft zu bestätigen.6

Mit der kompletten Offenbarung des Neuen Testaments als abschließendem Teil der Heiligen Schrift ist das Wort Gottes (Bibel) alleinige Quelle, Maßstab und Beglaubigung für die Glaubwürdigkeit der Botschaft eines Menschen, sodass besondere zeichenhafte Gaben göttlicher Bestätigung seither nicht mehr notwendig sind.7 Zeichen und Wunder können sogar durch Satan nachgemacht oder vorgetäuscht werden, um Menschen zu betrügen und irrezuführen.8 Normalerweise werden heute einzig die zur Auferbauung und Ausrüstung gegebenen Dienstgaben gegeben.9 Dies schließt nicht aus, dass der Herr in übernatürlicher und souveräner Weise in das Leben eines Menschen eingreift, was jedoch nicht an die Ausübung geistlicher Gaben gebunden ist. Ebenso hört Gott das Gebet des Glaubens, das Er in Übereinstimmung mit Seinem vollkommenen, guten und souveränen Willen für die Kranken, Leidenden und Geplagten beantworten wird.10

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Röm. 12:4-10; 1Kor. 12:4-31; 1Ptr. 4:10-11
1Kor. 1:7, 15:58; Eph. 4:12
Eph. 4:7-13; 2Tim. 2:2
Röm. 12:5-8; 1Kor. 12:4-31; 14:5.12; 1.Pet. 4:10-11
1Kor. 14:34-25; 1Tim. 2:11-12; Tit. 2:4-5 – Siehe dazu auch: 5.6. Mann und Frau, Ehe und Familie
Heb. 2:3-4; 2Kor. 12:12
Heb. 2:3-4; 1Kor. 12:12, 13:8-12
Mt. 24:24; 2Thes. 2:7-12; Off. 13:13-14
Röm. 12:6-8
10 Lk. 18:1-8; Joh. 5:7-9; 2Kor. 12:6-10; Jak. 5:13-16; 1Joh. 5:14-15

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Teil 1 <–         –> (10) Die Gemeinde (D) – Jüngerschaft & Nachfolge

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