Was glauben wir eigentlich? (4)

Was uns das Wort Gottes lehrt – Glaubensüberzeugungen und zentrale Anliegen einer örtlichen Gemeinde – Ein Beispiel


Helmi Berkah

 Fortsetzung von Teil 3: Der dreieinige Gott

3. Der Mensch

Wir glauben, dass der Mensch als Mann und Frau1 direkt, unmittelbar und buchstäblich von Gott nach Seinem Bild, also Ihm ähnlich, geschaffen wurde. Mann und Frau ergänzen sich dabei, erst gemeinsam sind sie „Bild Gottes“.2 Der Mensch wurde frei von Sünde, als Wesen mit Vernunft, Intelligenz, freiem Willen, Selbstbestimmung und moralischer Verantwortung gegenüber Gott geschaffen.3

Wir glauben, dass es Gottes Absicht und Bestimmung für den Menschen ist, Gott zu lieben, Ihn zu verherrlichen, sich ewig an Ihm und der Gemeinschaft mit Ihm zu erfreuen und dies in einem Leben nach Seinem Willen zum Ausdruck zu bringen.4

Praktisch heißt das, dass unser ganzes Leben – nicht nur die Gemeindezusammenkünfte oder die persönliche Zeit mit Gott und Seinem Wort – Gottesdienst im eigentlichen Sinne des Wortes sind.5

Wir glauben, dass der Mensch seine Unschuld durch Adams Sünde des willentlichen Unglaubens und Ungehorsams gegenüber seinem Schöpfer, Seinen offenbarten Willen und Sein Wort verloren hat.6 Dadurch verfiel der Mensch dem gerechten Gericht Gottes und zog sich die gerechte Strafe des geistlichen und körperlichen Todes zu.7 Er wurde von Natur aus verdorben. Obwohl der Mensch weiterhin seinem Schöpfer-Gott verantwortlich ist, zu Ihm umzukehren und zu glauben, ist er aus sich heraus dazu sowohl unwillig als auch unfähig.8 Er ist seither von den Begierden seiner sündigen Natur beherrscht und vom Teufel verblendet,9 liebt die Finsternis, d.h. die Gottesferne und will daher nichts mit dem wahren Gott zu tun haben.10 Der Mensch ist somit, auf sich selbst gestellt, hoffnungslos verloren und dem ewigen, gerechten Gericht Gottes verfallen.11 Die Rettung des Menschen ist daher ganz und gar, einzig und allein, von Gottes Gnade durch das Erlösungswerk des Herrn Jesus Christus abhängig.12

Wir glauben, dass alle Menschen von Adam abstammen und daher aufgrund Adams Sünde und deren Folge ebenso sündige, verdorbene, dem gerechten Gericht des heiligen Gottes verfallene Wesen.13 Die einzige Ausnahme davon bildet Jesus Christus als einziger Gott-gezeugter Sohn Gottes.14 Demnach sind alle Menschen von Geburt an aufgrund ihrer Natur ebenso wie aufgrund ihres eigenen Willens Sünder, in denen kein guter Kern wohnt und die von sich aus Gott nicht suchen.15

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Männlich und weiblich im genetisch-biologischen Sinn
Siehe dazu auch: 5.6. Mann und Frau, Ehe und Familie
1Mo. 1:26-27.31, 2:7.15-25; 2Mo. 2:7, 20:11; Mt. 19:4; Jak. 3:9; Jes. 29:16
Jes. 43:7; Kol. 1:16; Off. 4:11
Mt. 22:36-37; 1Kor. 1:9, 10:31; Röm. 12:1-2; Eph. 1:12.14
6 1Mo. 3:1-13; Röm. 5:12-14
1Mo. 2:16-17, 3:13-24; Ps. 51:7, 58:4; Röm. 5:12-19, 6:23; 1Kor. 15:21-22; Eph. 2:1-12
Joh. 6:44.65; 5Mo. 29:1-5
Tit. 3:3; 2Kor. 4:4
10 Joh. 3:19, 8:41.44; Röm. 3:9-12; 1Joh. 3:8-10
11 Eph. 2:1-3; Röm. 5:12-19; Joh. 3:36; 1Joh. 1:8; Off. 20:11-15
12 Röm. 3:23; 6:23; 1Kor. 2:14; Eph. 2:1-12; Joh. 10:9, 14:6; Apg. 4:12
13 Röm. 5:19; 1Mo. 6:5, 8:21
14 Heb. 4:15
15 Ps. 14:1-3; Jer. 17:9; Röm. 3:9-18.23; 5:10-12

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Teil 1 <–                             –> Fortsetzung:  4. Die Erlösung des Menschen (A)

> Überblick über die gesamte Serie HIER <

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