Ein Sünder “entscheidet” sich nicht für Christus! (Mt 10:17-27)

(Martyn Lloyd-Jones, 1899-1981, aus: Die Predigt und der Prediger, 3L-Verlag )

“Der Ausdruck “entscheiden” habe ich schon immer für ziemlich falsch gehalten…

Ein Sünder ‘entscheidet’ sich nicht für Christus; ein Sünder ‘flieht’ zu Christus in äußerster Hilflosigkeit und Verzweiflung und ruft: ‘Ich Verdorbener, ich flüchte mich zur Quelle, wasche mich, Heiland, oder ich sterbe!’ “

Niemand kommt wirklich zu Christus, wenn er sich nicht zu Ihm als einzige Zuflucht und Hoffnung flüchtet, als sein einziger Ausweg von den Anklagen seines Gewissens und von der Verurteikung durch Gottes heiliges Gesetz. Nichts anderes genügt.

Wenn jemand sagt, er habe über die Sache nachgedacht und, nachdem er alle Seiten abgewägt hat, habe er sich für Christus entschieden, oder „Ja zu Christus gesagt“, oder „sich auf Jesu Seite gestellt“, und wenn er das ohne Emotion oder Gefühlsregung getan hat, dann kann ich ihn nicht als jemanden ansehen, der wiedergeboren ist.

„Der überführte Sünder ‘entscheidet’ sich nicht mehr für Christus als jemand, der am Ertrinken ist, sich ‘entscheidet’, das Seil zu ergreifen, das ihm zugeworfen wird und ihm auf einmal die einzige Rettungsmöglichkeit bietet. Der Ausdruck “entscheiden” ist völlig unangebracht.”

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Lies hierzu in aller Ruhe – vielleicht als Urlaubslektüre – Walter Chantrys Büchlein „Evangelium „heute“ – Authentisch oder angepasst?“ (3L-Verlag, 82 Seiten).

Walter J. Chantry zeigt anhand des Gesprächs zwischen Jesus und dem reichen Jüngling, was evangelistische Verkündigung beinhaltet. Er weist darauf hin, dass Jesus diesen aufrichtig suchenden jungen Mann sehr direkt und persönlich mit dem Gesetz Gottes und den Anforderungen der Nachfolge konfrontiert, so dass er das Evangelium in all seinen Konsequenzen erkennt. Erst dann lädt Jesus ihn ein: “Folge mir nach!“

Ist diese Verkündigung heute noch zeitgemäß? Sollten wir den Ton, Stil und Inhalt verändern?

Walter J. Chantry ist der festen Überzeugung, dass sich die evangelistische Verkündigung des Evangeliums an das Vorbild Jesu anlehnen muss.

Ein Buch, das sich für jeden lohnt!

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