Sie widerstanden wach dem Zeitgeist

„Auch wir brauchen doch solche Mit-Christen, auf die man gerne hört, weil sie sich nicht täuschen lassen durch Parolen, sondern die einen Durchblick haben durch das Gewirre der Meinungen. Wir wollen uns Leuten anvertrauen können, die im Gischt der Strömungen feststehen wie Pfeiler.“

Rolf Scheffbuch

So lesen wir im biblischen Buch 1. Chronik die Sätze: „Dies sind die zum Heeresdienst gerüsteten Männer, die zu David nach Hebron kamen, um ihm das Königtum von Saul zuzuwenden – nach dem Wort des Herrn“. Unter den nun folgenden Aufzählungen findet sich dann auch der Satz: „Zweihundert Hauptleute der Männer von Issachar, die erkannten und rieten, was Israel zu jeder Zeit tun sollte, und alle ihre Brüder folgten ihrem Befehl“ (1. Chronik 12,33).

Das war auch damals nicht selbstverständlich, dass Verantwortliche – so wie diese Hauptleute es waren – einen klaren Durchblick hatten. Das war bemerkenswert. Darum diese Notiz in der Bibel. Sie sollte auch bei Menschen späterer Generationen – bis hin zu uns heute – das Verlangen wecken: „Lieber Gott und Vater, gewähre doch auch uns solch wache und kluge Verantwortliche, die einen Durchblick haben!“

Auch wir brauchen doch solche Mit-Christen, auf die man gerne hört, weil sie sie sich nicht täuschen lassen durch Parolen, die wie Raketen hoch schießen, für kurze Zeit Staunen erregen, aber dann doch rasch wieder verzischen. Wir sind auch als Christen angewiesen auf den Rat von vertrauensvollen Persönlichkeiten, die sich nicht durch das Flimmern der Stimmungen blenden lassen, sondern die einen Durchblick haben durch das Gewirre der Meinungen. Wir wollen uns Leuten anvertrauen können, die im Gischt der Strömungen feststehen wie Pfeiler, ja wie Rettungsbaken, an denen man sich festklammern kann, um nicht wie Strandgut mitgerissen zu werden.

(Ausschnitt aus einer sehr empfehlenswerten (!!) Predigt, die in Schrift oder als mp3-Botschaft  hier heruntergeladen werden kann.)

Anmerkung:  Rolf Scheffbuch hielt diese Predigt am 6.7.2011 im Diakonissenhaus der Aidlinger Schwestern. Dass diese längst mit Einladungen emergenter Sprecher wie Gottfried Müller und Alexander Garth sowie Hip Hop, Rap und Rock auf Glaubensväter wie Rolf Scheffbuch, „der einen Durchblick hat im Gewirre der Meinungen,“ nicht mehr hören, ist traurige Wahrheit dieser Tage (siehe hier).

So vermählt sich in vielen Werken, Gemeinden, Bewegungen oder ganzen Denominationen Wahrheit mit Unwahrheit. Schriftgemäße Lehre und bibeltreue Prediger stehen ganz selbstverständlich neben den Propagandisten eines neuen emergenten, mystischen und „modernen“ Evangeliums, das kein Evangelium ist.

[…]  Spurgeon predigte einst:

„Der Mann, der Gottes Gesetz liebt, ist nicht getroffen, wenn er alleine steht. Für einige Personen ist es unmöglich, einen einsamen Weg zu gehen, aber derjenige der wirklich Gottes Gesetz liebt, hat sich entschieden, dass er dem Herrn und seiner Wahrheit anhängen wird, wenn alle Menschen ihn verlassen.

Kannst du alleine stehen? Kränkt dich Einsamkeit?

Was mich angeht, ich bin entschieden durch Gottes Gnade, nicht der Menge zu folgen, die Böses tut. Ich werde mich an den alten Glauben und den alten Weg halten, selbst wenn ich keinen Begleiter zwischen hier und den himmlischen Toren finde.“

(The Lover of God’s Law filled with Peace. Predigt im Metropolitan Tabernacle, 22. Januar 1888.)

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Zum Original von DISTOMOS  hier.

Siehe hierzu auch weitere Artikel unter:   Die postmoderne Gemeindebewegung 

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