Das Wort Gottes (nicht nur) im 21. Jahrhundert (8)

Nicht gesandt, um zu gefallen…

Samuel Hebich (1803-68)

„Wir Prediger müssen uns in acht nehmen, nichts in menschlichen Guß zu bringen … ich bin ja nicht gesandt, dir zu gefallen.“

Der Missionar Samuel Hebich (1803-1868) verfolgt in seinen Predigten eine klare, durchgehende Linie. Beginnend mit der Berufung für den Himmel, aus den letzten Kapiteln der Offenbarung, entfaltet er immer deutlicher das eigentliche Thema, um über die in den Jesaja-Kapiteln geweissagte Erwählung – (zuerst Israels, dann der Nationen) zu kommen.

Dazwischen werden zur Vertiefung immer wieder Paralleltexte gewählt. Gerade in der unter Gebet getroffenen Wahl derselben, zeigt sich so deutlich, dass Hebich nicht über die Köpfe seiner Hörer hinwegpredigte. Er fühlte eine tiefe Verantwortung für den großen, unbekehrten Teil der anwesenden Personen, wie auch für die Weiterführung der Gläubigen! Zuletzt landet Hebich in den Kap. 9 und 10 des Römerbriefes, die die eigentlichen Kernstellen der Thematik – Erwählung und Verwerfung – beinhalten.

Hier ein Auszug aus Hebichs Buch „Das Geheimnis vom Wesen und Willen des dreieinigen Gottes und unserer ewigen Erwählung:“

Opfert in den Gärten und räuchert auf den Ziegelsteinen. (Jes 65:3)

Das geht die Juden an, aber es geht auch dich an. Ziegel, das sind wohlgeformte Steine, die ein schönes Maß haben; aber Gottes Altar darf mit keinem menschlichen Maß gemessen werden, Gott will bloß rohe Steine haben zu Seinem Altar, da darf nicht dran geformt, gehauen und künstlich gefeilt werden; es müssen lauter unbehauene Steine sein.

Wenn ihr im Mose leset, da spricht Gott: „So du mir einen steinernen Altar wirst machen, sollst du ihn nicht von gehauenen Steinen bauen; denn wo du mit deinem Messer darüber fährest, so wirst du ihn entweihen“ (2Mose 20, 25).

Ebenso ist’s mit den Predigten: ein Prediger der Gerechtigkeit darf nicht so künstlich predigen, sonst nimmt die Kunst das Herz weg…

(zitiert von der Buchbesprechung auf www.booklooker.de)

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