Hier stehe ich…! (2) Fürchte dich, um dich nicht zu fürchten!

(In English HERE!)

J. Gresham Machen (1881-1937)

„Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht zu töten vermögen; fürchtet aber vielmehr den, der sowohl Seele als Leib zu verderben vermag in der Hölle.“  (Mt. 10:28)

Lukas berichtet über eine ähnlichen Aussage Jesu: „Ich sage aber euch, meinen Freunden: Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten und danach nichts weiter zu tun vermögen. Ich will euch aber zeigen, wen ihr fürchten sollt: Fürchtet den, der nach dem Töten Gewalt hat, in die Hölle zu werfen; ja, sage ich euch, diesen fürchtet.“ (Lk 12:4-5).

Es gibt Leute, die uns sagen, dass alle Furcht und Angst aus der Religion zu verschwinden hat. Die Angst und Schrecken der Hölle, so sagen sie, dürften den Menschen nicht mehr vorgehalten werden. Angst ist, so sagen sie, sei erniedrigend und menschenunwürdig.

Leute, die so etwas sagen, haben allerdings keinerlei Recht, im Namen Jesus zu sprechen und aufzurufen, denn der Herr Jesus hatte ganz eindeutig und eindringlich das Motiv der Angst verwendet. Wenn du dieses Motiv der Angst in religiösen Angelegenheiten ganz und gar meidest und ablehnst, dann widerspricht du dem Herrn Jesus!

Ebenso wie hinsichtlich vieler anderer Punkte muss hier eine Entscheidung getroffen werden, eine Entscheidung zwischen dem wahren Jesus und vielem, das heute fälschlicherweise Seinen Namen trägt.

Aber wer hat recht? Hat Jesus recht? Oder haben die recht, die die Angst vor der Hölle völlig aus ihrem Denken auslöschen? Ist Angst überhaupt eine erniedrigende Sache? Wird ein Mensch notwendigerweise entwürdigt und erniedrigt, wenn er sich fürchtet?

Meine Freunde, ich denke, das hängt ganz alleine davon ab, wovor er sich fürchtet! Die Worte unseres Testes aus dem Wort Gottes, der uns mit vollem Ernst einschärft, uns zu fürchten, stellen gleichzeitig eine schallende Ablehnung von Angst.

Das Gebot „füchtet den“ steht im Gleichgewicht mit dem Gebot „fürchtet nicht!“. Die Gottesfurcht wird uns hier als der Weg gegeben, jede Menschenfurcht zu überwinden. Und die heldenhaften Jahrhunderte der Geschichte der wahren Gemeinde Jesu geben uns heute noch überreichlich Zeugnis von der Wirksamkeit dieses doppelten Gebotes.

Mit der wahren Gottesfurcht vor Augen sind die Helden des Glaubens mutig vor Königen und Machthabern gestanden und riefen aus: „Hier stehe ich, ich kann nicht anders! Gott helfe mir, Amen!“

Original in: God Transcendent, Banner of Truth; veröffentlicht von Eric T. Young HERE; ins Deutsche übersetzt vom jesaja662-Team.

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