Das Wort Gottes (nicht nur) im 21. Jahrhundert (1)

Es gibt Dinge, für die gibt es keinen Verhandlungsspielraum!

(In English HERE!)

Was ist die Basis deines Glaubens? Hat die Bibel als das Wort Gottes ausgedient? Kann man auch als Prediger, Pastor oder Herausgeber christlicher Druckwerke nicht mehr viel daraus lernen? Ist sie nicht mehr wert als Schriften anderer historischer Autoren, seien sie Christen, Moslems, Hindus, Kommunisten, Esoteriker oder Atheisten? Ist sie ein historisches Dokument, dessen Botschaft man – wenn man „demütig“ bleibt – nicht richtig verstehen kann? Ist sie im Rahmen der neuen „Toleranz“ zu verstehen, die jede absolute Wahrheit als intolerabel verurteilt?

Worauf baust du deinen Glauben – und welche Rolle spielt dabei die Bibel für dich? Diese Frage ist eine der entscheidendsten in deinem Leben. Und die richtige Antwort darauf gerät in unseren Tagen selbst in evangelikalen Kreisen immer mehr unter Beschuss. Da sie aber wichtig – ja buchstäblich grundlegend wichtig ist, sollen in lockerer Folge einige Gedanken dazu zum Nachdenken dienen.

A. W. Tozer (1897-63) hatte in seinem Buch Man: The Dwelling Place of God  bereits vor Jahrzehnten klargemacht: „Es gibt Dinge, für die gibt es keinen Verhandlungsspielraum!“ (“Some Things Are Not Negotiable” – Kapitel 38).

„Von Neo-Evangelikalen unserer Tage wurde eine neue Version der 10 Gebote übernommen. Das erste Gebot daraus lautet. ‚Du sollst anderen nicht widersprechen!‘ Auch gibt es eine neue Sammlung von Seligpreisungen dazu, die wie folgt beginnen: „Glückselig sind die, die alles tolerieren, denn sie sollen für nichts zur Verantwortung gezogen werden!‘

Heute ist es eine akzeptierte Sache, öffentlich über religiöse Unterschiede zu reden und sich dabei darüber eins zu sein, dass keiner der Teilnehmer versuchen werde, den anderen zu bekehren oder Fehler in dessen Glaubensanschauungen aufzuzeigen. Der Zweck solcher Gespräche ist es nicht, die anderen Gesprächsteilnehmer mit der Wahrheit zu konfrontieren. Ziel ist es einzig, herauszufinden, was die Anhänger anderer Religionen und Glaubensüberzeugungen denken, um so von ihren Ansichten ebenso zu profitieren, wie sie es hoffentlich von unseren tun werden.

Es ist eine Binsenweisheit, dass die Menschen in Dingen, die sie als unwichtig erachten, sofort darin einig werden, dass sie sich nicht einig sind. Kein Mensch aber bleibt tolerant, wenn es um sein Leben oder das seines Kindes geht. Und keiner wird zustimmen, über irgendwelche religiösen Dinge zu verhandeln, wenn er sie als wesentlich, entscheidend und ausschlaggebend für sein ewiges Wohlergehen erachtet.

Stell dir einen Mose vor, der zustimmt, in einer Podiumsdiskussion mit den Vertretern des Volkes Israel über die Angelegenheit des Goldenen Kalbes zu distutieren. Oder den Propheten Elisa, der auf in einen weltmännischen Dialog mit den Priestern des Baal einlässt. Oder versuche, dir den Herrn Jesus vorzustellen, der in einem Treffen mit den Pharisäern die gegenseitigen Differenzen ausbügeln will. Oder Athanasius, der über seine seine Lehrdifferenzen mit Arius hinwegsieht, um auf einer höheren Ebene eins zu werden. Oder Martin Luther, der im Namen einer breiteren, geeinten Christenheit vor den Papst kriecht.

Ein großer Schwachpunkt in jedermanns Charakter ist das Sehnen danach, wenn schon nicht respektiert, dann doch wenigstens gemocht zu werden – bei einem Diener des Herrn Jesus Christus ist es das allerdings völlig unverzeihlich.

Die beliebte Vorstellung von Gott als einem lächelnden, entgegenkommenden, geschlechtslosen Maskottchen, dessen Handschlag immer weichlich ist und dessen Kopf ständig zustimmend nickt, das ist wahrlich nicht das Bild von Gott,das im Wort der Wahrheit zu finden ist.

Der Segen Gottes ist dem Friedensstifter verheißen, der religiöse Unterhändler und Vermittler sollte aber aufpassen. Die Fähigkeit, Streitigkeiten zwischen Mitgliedern der Familie Gottes zu bereinigen ist eine himmlische Gabe, und zwar eine, die emsig gepflegt werden sollte. Die urteilsfähige Seele, die zerstrittene Freunde durch Gebet und durch Verweisen auf das Wort Gottes wieder zusammenbringen kann ist es wert, mit Diamanten aufgewogen zu werden.

Das ist eine Sache. Aber die Bemühung, Einheit auf Kosten von Wahrheit und Gerechtigkeit zu erreichen, das ist eine ganz andere Sache. Danach zu streben, Freunde derer zu werden, die nicht die Freunde Christi sein wollen, das heisst, ein Verräter unseres Herrn zu sein. Finsternis und Licht können nie durch Gespräche und Dialog zusammengebracht werden.

Es gibt Dinge, für die gibt es einfach keinen Verhandlungsspielraum.“

Welche Dinge stehen für dich außerhalb jeder Diskussion?

Für was gibt es für dich keinen Verhandlungsspielraum.

Ist es das Wort Gottes, auf das du Glauben und Leben gründest? Oder bist du wie der Religionslehrer in nachfolgendem Videoclip?

(Quelle: Theoblog.de)

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Siehe einen praktischen Kurzbeitrag hierzu HIER!

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