Kennzeichen wahrer Bekehrung (C. H. Spurgeon)

(In ENGLISH here!)

Daher, wenn jemand in Christus ist, [da ist] eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. (2Kor 5:17)

Aufgrund der in den 70er Jahren des 19. Jhds. immer mehr zunehmenden scheinbaren Bekehrungen in England, betonte C.H. Spurgeon die nachfolgende Punkte einer wahren Bekehrung.

Es war zugleich eine Kritik an der damaligen evangelistischen Predigt, auf welche am Ende eine besucherfreundliche „Einladung“ gegeben wurde. Da nicht betont wurde, dass eine Veränderung der menschlichen Natur nötig ist, um eine echte Antwort auf das Evangelium zu erlangen (Joh 3:3.5), griff damals die Vorstellung um sich, dass man erst einmal bekehrt sein könne, um sich dann irgendwann nach eigenem Gutdünken für ein Leben der Heiligung zu entscheiden – oder so weiterleben, wie zuvor. C. H. Spurgeon schrieb dazu eine Liste von Kennzeichen echter Bekehrung und Neugeburt.

Kennzeichen wahrer Bekehrung

  • Überführung von Sünde – Menschen werden nicht geheilt, bevor sie nicht ihres fatalen Zustandes bewusst gemacht werden. Ebenso werden Sie sich ihrer gewissen Rechtfertigung vor Gott nicht bewusst, bevor sie nicht ihre gerechte Verdammnis beklagt und betrauert haben… Gott bekleidet Menschen nie, bevor Er sie ausgezogen hat. Er gibt niemandem neues Leben durch das Evangelium, der nicht zuvor vom Gesetz erschlagen und hingestreckt wurde. Wenn das Wort Gottes einen Menschen bekehrt, nimmt es ihm die Verzweiflung, aber es nimmt ihm nicht die Reue.

  • Buße und Umkehr von Sünde – Der geistlich Neugeborene klagt und trauert über die von ihm begangenen Sünden.  Sein Hass gegenüber der Sünde zeigt, dass sie ihre Macht über ihn verloren hat und er sich von ihr abgekehrt hat.

  • Exklusiver Glaube an Jesus – Einige meinen, Jesus habe ihnen nur ihre vergangenen Sünden vergeben… Er trug entweder alle Sünden der Gläubigen, oder keine. Und entweder errettet Er uns ein für allemal, oder überhaupt nicht.

  • Echte Lebensveränderung – wenn jemand nicht beginnt, anders zu leben als er dies vor seiner Bekehrung tat, dann muß er sich von seiner Belehrung bekehre, denn seine Bekhrung ist dann nur Einbildung. Eine Folge echter Bekehrung ist immer ein Hass gegenüber allem Bösen. Und wenn ein Bekherter weiterhin auch nur eine einzige Sünden wirklich genießt, dann zerstört das alle echte Hoffnung für ihn. Jemand muß nicht ein Dutzend verschiedener Gifte einnehmen, um sich umzubringen – ein einziges genügt.

  • Echtes Gebet – Glaube ist das große Gnadengeschenk des Evangeliums, aber wir dürfen nicht vergessen, dass echter Glaube immer betet. Wenn jemand Glauben an Jesus bekennt, aber nicht täglich den Herrn anruft, dann wagen wir nicht, seinen Glauben oder seine Bekehrung als echt anzusehen.

  • Gehorsam gegenüber Gott – Jesus muss ebenso als Herr und König angenommen werden, wie als Retter und Priester… Wenn ein Bekehrter erklärt, dass er den Willen des Herrn wohl kenne, ihn aber nicht tun will, oder dass er sich wenig um den Willen des Herrn kümmere, dann ist es deine Pflicht, ihm zu versichern, dass er wohl noch nicht errettet ist.

  • Neue Prioritäten – Wahre Bekehrung lässt einen Menschen ganz für Gott leben. Er tut alles zur Ehre Gottes, ob er ißt oder trinkt, oder was immer er tut. Wahre Bekehrung läßt einen Menschen vor Gott leben. Er hat das Verlangen und empfindet es als Freude, allzeit vor Gottes Angesicht zu sein. Und ein solcher Mensch lernt, mit Gott zu leben. Er hat selige Gemeinschaft mit Ihm, wie ein Mann mit seinem Freund redet.

  • Demut und Zerbruch – Wahre Bekehrung bringt einem Menschen Vergebung, doch sie macht ihn nicht eingebildet.Wahre Bekehrung gibt einem Menschen Sicherheit, doch nicht so, daß er nicht mehr wachsam zu sein braucht.Wahre Bekehrung gibt einem Menschen Stärke und Heiligkeit, aber erlaubt ihm niemals, sich dieser Eigenschaften zu rühmen. Wahre Bekehrung gibt einem Menschen Sicherheit, doch nicht so, daß er nicht mehr wachsam zu sein braucht.

„Ich wünsche mir keinen Erfolg in meinem Dienst, es sei denn, Gott schenke ihn mir; 

und ich bete, dass ihr, die ihr Arbeiter Gottes seid, euch keinen Erfolg wünscht, ausgenommen einen solchen,der auf Gottes Art und Weise gewonnen wird und von Gott selbst kommt,

denn wenn ihr euch durch sonderbare, unchristliche Methoden Neubekehrte wie Sand am Meer anhäufen könntet, würden sie doch, wie der Sand am Meer, alle wieder verschwunden sein, sobald eine neue Flut kommt.“

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