Was wir vom Fall von Roms lernen

(In ENGLISH here!)

Martin Lloyd-Jones (1899-1981) gibt uns aus seinem Grab eine ernüchternde Warnung:*

„Wenn die Länder des Westens fallen und zunichte gehen wird das nur einen einzigen Grund haben: Sie sind von Innen heraus verfault…

Wenn wir unser Leben weiter so nach dem Lustprinzip gestalten, immer weniger arbeiten wollen, dabei aber immer mehr Lohn verlangen, immer mehr Vergnügen und sogenannte Freude wollen, immer mehr Zügellosigkeit der Lust des Fleisches akzeptieren und propagieren und uns gleichzeitig weigern, die Verantwortung für die Folgen daraus zu tragen, dann wird es tatsächlich nur ein unvermeidliches Ergebnis geben: völliges, unvermeidliches Zugrundegehen.

Warum wohl konnten die Goten und Vandalen und andere Barbaren das antike Römische Weltreich erobern? Wegen ihrer übermächtigen militärischen Macht? Ganz bestimmt nicht! Historiker wissen, dass es darauf nur eine Antwort gibt: Rom fiel, weil der Geist der Dekadenz und Zügellosigkeit Einzug halten konnte – Spiele, Vergnügungssucht, Bäder, etc. Der moralische Verfall, der in das Herz des römischen Reiches Einzug halten konnte, war es, der den Niedergang und schließlich den Fall von Rom verursachte.

Nicht eine überlegene Macht von außen, sondern das Verfaulen von innen heraus war schließlich Roms Untergang.

Die wirklich alarmierende Tatsache heutzutage ist, dass wir Zeugen eines ähnlichen Verfalls in unserem und in den meisten anderen westlichen Ländern sind. Trägheit, Disziplinlosigkeit, sowie ein Geist der Überzeugungs- und Prinzipienlosigkeit sind charakteristisch für eine Periode der Dekadenz. Die Massen wurden von diesem Genusswahn, Sportwahn, Trink-, Drogen- und Lustwahn ergriffen.

Was sollen wir tun, inmitten einer Gesellschaft, die gerade untergeht und unter dem Zorn Gottes steht, wie es in Römer 1:18-32 beschrieben steht? Der Prophet Jeremia, der unter ähnlichen Zuständen gelebt hat, sagte:

So spricht der Herr: Verflucht ist der Mann, der auf Menschen vertraut und Fleisch für seinen Arm hält und dessen Herz vom HERRN weicht!

Er wird sein wie ein Strauch in der Wüste; er wird nichts Gutes kommen sehen, sondern muß in dürren Wüstenstrichen hausen, in einem salzigen Lande, wo niemand wohnt.

Gesegnet ist der Mann, der auf den HERRN vertraut und dessen Zuversicht der HERR geworden ist!

Denn er wird sein wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist und seine Wurzeln zu den Bächen ausstreckt. Er fürchtet die Hitze nicht, wenn sie kommt, sondern seine Blätter bleiben grün; auch in einem dürren Jahr braucht er sich nicht zu sorgen, und er hört nicht auf, Frucht zu bringen.

(Jer. 17:5-8)

Nehmen wir auch Davids Rat zu Herzen, um dem Herrn praktisch zu vertrauen:

Wohl dem, der nicht wandelt nach dem Rate der Gottlosen, noch tritt auf den Weg der Sünder, noch sitzt, da die Spötter sitzen;

sondern seine Lust hat am Gesetz des HERRN und in seinem Gesetze forscht Tag und Nacht.

Der ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit und dessen Blätter nicht verwelken, und alles, was er macht, gerät wohl.

Nicht so die Gottlosen; sondern sie sind wie Spreu, die der Wind zerstreut.

Darum werden die Gottlosen nicht bestehen im Gericht, noch die Sünder in der Gemeinde der Gerechten;

denn der HERR kennt den Weg der Gerechten; aber der Gottlosen Weg führt ins Verderben.

(Ps. 1:1-6)

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* übersetzt von: http://defendingcontending.com

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