Der Kampf in unserem Kopf (2Kor. 10:3-5)

William Kelly (1821-1906)

„Denn obwohl wir im Fleische wandeln, kämpfen wir nicht nach dem Fleisch; denn  die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern göttlich mächtig zur Zerstörung von Festungen; indem wir Vernunftschlüsse zerstören und jede Höhe, die sich erhebt wider die Erkenntnis Gottes, und

jeden Gedanken gefangen nehmen  unter den Gehorsam des Christus.

„Im ersten Korintherbrief sehen wir, wie der Apostel diese göttlichen Waffen zur Zerstörung der Festungen benutzte, ganz gleich welche Höhen oder Argumentationen gegen die Erkenntnis Gottes auch errichtet wurden:

  • Ihr fleischlicher Eifer für Paulus, Apollos oder Kephas: Er bringt Christus
    und sein Kreuz hinein, um die Wurzeln zu richten, indem er erklärt, dass die
    Ersteren nur dienende Knechte waren, je nachdem der Herr einem jeden gab,
    durch welche sie zum Glauben gekommen waren. Denn eigentlich gehörte alles
    ihnen und sie Christus und Christus Gott. Es war eine fleischliche
    Zerstörung ihrer Vorrechte. (1. Korinther 1).
  • Ihre weltliche Bequemlichkeit: ihrer ungläubigen Vorwegnahme des Tages, an
    dem alle zusammen regieren werden, stellt Paulus die Apostel gegenüber, die
    von Gott als die Letzten dargestellt wurden, zum Tod bestimmt, verachtet,
    leidend und ein Auskehricht der Welt bis jetzt. (1. Korinther 4).
  • Ihre Anrufung von Gerichtshöfen: Er stellt die Schwächsten der Heiligen, die
    aber gesetzt sind, die Welt und Engel zu richten, den Gerichtsprozessen der
    Gläubigen gegeneinander vor Ungerechten gegenüber. (1. Korinther 6).
  • Ihre Leichtfertigkeit in Bezug auf die Tempelfeste: Er zeigt, dass ihr
    prahlerisches Wissen über die Nichtigkeit von Götzen sie den Schlingen
    Satans aussetzte und sie in die Gemeinschaft von Dämonen hineinzog. (1.
    Korinther 10).
  • Ihre Leugnung der Totenauferstehung: Er beweist, dass sie damit praktisch
    die Auferstehung Christi umstoßen und folglich auch das Evangelium mit all
    seinen himmlischen Vorzügen und Erwartungen. ( 1. Korinther 15).

So nimmt der erste Brief in bewundernswerter Weise jeden Gedanken gefangen unter
den Gehorsam des Christus.“

D. R. Reid schreibt ergänzend:

Alle Gedanken müssen unter Kontrolle gebracht werden so wie Gefangene zu Kriegszeiten. Beachte, dass es im Kontext dieser Schriftstelle um geistliche Kriegsführung geht (2Kor 10:3-5). Es ist für uns fast unmöglich, sündige Gedanken davon abzuhalten, nicht in unserem Sinn aufzukommen, aber wir können aufpassen, dass wir uns damit nicht beschäftigen.

Martin Luther sagte einst: „Du kannst die Vögel nicht davon abhalten, über deinem Kopf zu fliegen, aber du kannst sie davon abhalten, auf deinem Kopf ein Nest zu bauen.“ Wir können aufhören zu phantasieren. Wir können aufhören, bestimmte Bücher zu lesen. Wir können aufhören, bestimmte Filme anzusehen, die unsere Gedanken verpesten — ebenso wie viele Fernseh-, Internet- und Medianangebote!

Kurz gesagt, wir können unseren Sinn davor bewahren, sich mit Gedanken zu beschäftigen, die den Herrn Jesus nicht ehren. Wir können eine Menge kontrollieren, was in unsere Gedanken hineingeht und wir können ganz sicher kontrollieren, womit sich unsere Gedanken beschäftigen.

Erlauben wir daher schädlichen Gedanken nicht, die Kontrolle über unser Gedankenleben zu übernehmen.

„Deshalb nun, da wir eine so große Wolke von Zeugen um uns haben, lasst auch uns, indem wir jede Bürde und die leicht umstrickende Sünde ablegen, mit Ausharren laufen den vor uns liegenden Wettlauf, hinschauend auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, der, die Schande nicht achtend, für die vor ihm liegende Freude das Kreuz erduldete und sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes.

Denn betrachtet den, der so großen Widerspruch von den Sündern gegen sich erduldet hat, damit ihr nicht ermüdet, indem ihr in euren Seelen ermattet.“

(Heb. 12:1-3)

(Fortsetzung morgen HIER)

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