Joh. 3:16 — Ein Sünder „entscheidet“ sich nicht für Christus!

(Martyn Lloyd-Jones, Übersetzt von Eric T. Young’s Blog )

“Der Ausdruck „entscheiden“ habe ich schon immer für ziemlich falsch gehalten…

Ein Sünder ‚entscheidet‘ sich nicht für Christus; ein Sünder ‚flieht‘ zu Christus in äußerster Hilflosigkeit und Verzweiflung und ruft: ‚Ich Verdorbener, ich flüchte mich zur Quelle, wasche mich, Heiland, oder ich sterbe!‘ “

Niemand kommt wirklich zu Christus, wenn er sich nicht zu Ihm als einzige Zuflucht und Hoffnung flüchtet, als sein einziger Ausweg von den Anklagen seines Gewissens und von der Verurteikung durch Gottes heiliges Gesetz. Nichts anderes genügt.

Wenn jemand sagt, er habe über die Sache nachgedacht und, nachdem er alle Seiten abgewägt hat, habe er sich für Christus entschieden, und wenn er das ohne Emotion oder Gefühlsregung getan hat, dann kann ich ihn nicht als jemanden ansehen, der wiedergeboren ist.

Der überführte Sünder ‚entscheidet‘ sich nicht mehr für Christus als jemand, der am Ertrinken ist, sich ‚entscheidet‘, das Seil zu ergreifen, das ihm zugeworfen wird und ihm auf einmal die einzige Rettungsmöglichkeit bietet. Der Ausdruck „entscheiden“ ist völlig unangebracht.“

D. Martyn Lloyd-Jones (1899-1981)

aus: Die Predigt und der Prediger, 3L-Verlag

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