7 Gräuel in meimem Herzen als Mittel zur Gottesfurcht

(John Bunyan 1666)

Ich finde bis auf den heutigen Tag sieben Gräuel in meinem Herzen:

  1. Neigung zu Unglauben
  2. Plötzliches Vergessen der Gnade und des Erbarmens, die Christus verkündigt;
  3. Hinneigung zu Gesetzeswerken;
  4. Abirrung und Kälte im Gebet;
  5. Vergessen des Harrens auf das, um das ich bete;
  6. Fähig zu sein, darüber zu murren, dass ich nicht mehr habe, und doch bereit zu sein, das zu verachten, was ich habe;
  7. Ich kann keines der mir von Gott befohlenen Dinge Tun, ohne, dass meine Verdorbenheit sich darauf etwas einbildet. So oft ich Gutes habe tun wollen, ist Böses in mir gegenwärtig.

Alle diese Sünden sehe und fühle ich ohne Unterlass, und ich bin von ihnen angefochten und niedergedrückt, jedoch die Weisheit Gottes hat sie mir zu meinem Heil auferlegt:

  1. Sie wecken in mir Abscheu gegen mich selbst;
  2. Sie halten mich davon ab, meinem eigenen Herzen zu trauen;
  3. Sie überführen mich davon, dass alle innewohnende Gerechtigkeit nicht genug ist;
  4. Sie haben mir die Notwendigkeit gezeigt, Zuflucht zu nehmen zu Jesus;
  5. Sie drängen mich zur Anrufung Gottes im Gebet;
  6. Sie zeigen mir, dass ich wachsam und nüchtern sein muss;
  7. Sie fordern mich heraus, auf Gott in Christus zu schauen, dass er mir helfe und mich hindurchtrage durch diese Welt.

Überreiche Gnade – Autobiographie von John Bunyan, 1666 (3L Verlag, Waldems 2011) 

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