Demut und Selbsterkenntnis (2)

Ein demütiger Heiliger mag die Situation, die Gott für ihn als am besten hält.

Ein stolzer Mensch beklagt sich, dass er nicht mehr hat; ein demütiger Mensch
wundert sich, dass er so viel hat: ‘Ich bin zu gering für alle Gnade und Treue’
(1.Mo. 32:11).

Wenn das Herz sich weit unten befindet, kann es sich in einer geringen Situation beugen.

Ein Christ, der auf seine Sünden schaut, wundert sich darüber, dass es nicht schlimmer um ihn steht; er sagt nicht, dass die Gnade an ihm klein ist, sondern dass seine Sünden groß sind. Er versteht, dass das schlechteste Stück, was Gott ihm gibt, immer noch besser ist als das, was er verdient; deshalb nimmt er es dankbar auf seinen Knien entgegen.

[aus: Thomas Watson, The Godly Man’s Picture, Puritan Paperbacks, S.81]

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