Echte Erweckung und erfülltes Glaubensleben – Mangelware?

Warum sind unsere Gemeinden geistlich so schwach? Warum gleichen sie oft mehr einem Club von Individualisten, die alle ihre ganz eigenen Ziele und Wünsche verfolgen, und sich daneben noch am Sonntag zum Gottesdienst treffen? Warum haben es unsere Gemeinden so schwer in unserer postmodernen Welt, wo wir doch krampfhaft versuchen, den aktuellsten Trends sowie den Wünschen und Bedürfnissen der Außenstehende nachzurennen?

Warum ist unser persönliches geistliches Leben oft auch so schwach? Warum geht es oft in unserem alltäglichen Leben in Beruf, Familie, Sport und Freunde unter?

Wie kann ich „Erweckung“ für mein geistliches Leben erreichen? Und wie kann unsere Gemeinde echte Erweckung erleben?

„…auf diesen will ich blicken: auf den Elenden und den, der zerschlagenen Geistes ist und der da zittert vor meinem Wort.“ (Jes. 66:2b)

Zittern vor dem „Wort Gottes“? Ist das nicht völlig überholt? Selbst die Herausgeber einer Zeitschrift namens „Faszination Bibel“ erklären doch offen:

„Jenseits vom Beruf lese ich wenig in der Bibel und erwarte nicht viel von ihr…“(1)  „Als Teenager bin ich vom regelmäßigen Bibellesen abgekommen und habe bis heute nicht so richtig dahin zurückgefunden…“ (2)

Und selbst in einem eher als konservativ bekannten christlichen Monatsmagazin wird bereits offen gehofft, dass sich manche unpopulären biblischen Aussagen im Nachhinein doch als falsch herausstellen (3).

Ist es dann heute wirklich noch angebracht, die Bibel ernst zu nehmen? Oder gar vor dem Wort Gottes zu zittern?

Was hinter dieser immer populärer werdenden „christlichen“ Mainstream-Haltung steckt, sind zwei wichtige Fragen unseres Glaubens:

(a) Wer ist Gott wirklich in meinem Leben?

(b) Was ist Sein geoffenbartes Wort, die Bibel, wirklich in meinem Leben?

Könnten die (unzulänglichen) Antworten auf diese zwei Fragen in meinem (deinem) Leben die Ursache sein, weshalb es uns sowohl persönlich als auch als Gemeinde an einem erfüllten Glaubensleben und echter Erweckung fehlt?

In Seinem Wort verbindet unser Herr die richtigen Antworten und deren Umsetzung mit zahlreichen klaren Verheißungen, z.B.:

„Der HERR hat Wohlgefallen an denen, die ihn fürchten…“  (Ps. 147:11)
„Glückselig der Mann, der den HERRN fürchtet“  (Ps. 112:1
„Die Furcht des Herrn ist der Weisheit Anfang…“  (Ps. 111:10)

Und wenn wir Gott nicht nur als den lieben himmlischen Dienstleister für irdisches und ewiges Wohlergehen und Wunscherfüllung sehen, sondern zuallererst als den absolut Heiligen und Gerechten Gott, als das „verzehrende Feuer“ (Heb. 12:29), dann werden wir auch Sein geoffenbartes Wort nicht verachten, so wie es „die Gottlosen“ kennzeichnet (Ps. 119:155; Spr. 1:7).

Dann nehmen wir das Wort Gottes als das, was es ist, nämlich als „lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und durchdringend bis zur Scheidung von Seele und Geist, sowohl der Gelenke als auch des Markes, und ein Beurteiler der Gedanken und Überlegungen des Herzens.“ (Heb. 4:12)  Und dann gilt auch die weitere Verheißung:

„…auf diesen will ich blicken: auf den Elenden und den, der zerschlagenen Geistes ist und der da zittert vor meinem Wort.“  (Jes. 66:2b).

Lasst uns zurückkehren zu einem erweckten, erfüllten Glaubensleben in der Nachfolge unseres Herrn, gegründet auf die Gott gewollte Haltung sowohl gegenüber unserem Herrn selbst als auch gegenüber Seinem Wort.

Und dann werden wir auch Seine damit verbundenen Verheißungen genießen dürfen. Und dann wird sich auch unser Leben – sei es persönlich oder als Gemeinde – grundlegend verändern.

Aber nur dann.

Dieser Blog will dazu einige Anregungen und Austauschmöglichkeiten bieten.

HH 2011

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(1) Ulrich Eggers, zit. in BIBEL UND GEMEINDE 2/2011, S.4
(2) Martin Grundbach, a.a.O.
(3) Nur ein stellvertretendes Beispiel aus einem christlichen Monatsmagazin:   „Kein Christ wird sich beschweren, wenn sich im Nachhinein herausstellen sollte, dass Gott doch alle Menschen rettet. Man kann darauf hoffen. Aber verkündigen sollte man es nicht.“

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